Regisseur Paul W.S. Anderson, der schon an Projekten wie "Death Race" oder den beiden letzten "Resident Evil"-Teilen, und an "Pandorum" beteiligt war, drehte zu Beginn seiner Karriere, knapp 2 Jahre nach "Mortal Kombat", diesen kleinen, aber sehr spannenden und düsteren Science-fiction-Horrorfilm. Ähnlich wie in "Pandorum" spielt sich alles in einem Raumschiff ab. Dies mag auf den ersten Blick nicht wirklich spannend und vielversprechend klingen, denn was soll sich schon großartig in einem Raumschiff abspielen? Die Antwort ist: Vieles!
Wir schreiben das Jahr 2047. Einige Jahre zuvor verschwand das Forschungsraumschiff "Event Horizon" spurlos. Jetzt wurde ein Signal empfangen, und die amerikanische Raumfahrtbehörde reagiert sofort. Ein kompromissloser Captain Laurence Fishburne, seine Elite-Crew, und der Konstrukteur des vermissten Raumschiffs, Sam Neill, werden auf die Suche nach der Quelle des Signals geschickt. Ihr Auftrag: Den Mega-Raumkreuzer finden und bergen. Was sie finden ist: Unvorstellbarer Terror. Was sie retten müssen: Ihr Leben! Denn irgendjemand oder irgendetwas wartet nur darauf, sie in eine neue Dimension des Schreckens zu stoßen.
An der Story selbst habe ich nichts auszusetzen, dennoch gibt es eine kleine, aber doch, zumindest in meinen Augen, gravierende Schwachstelle im Plot: Das Raumschiff möchte den Rettungstrupp nicht mehr gehen lassen und in eine andere Dimension ziehen. Leider erfährt man zu keiner Zeit, warum es das tut - warum es "lebendig" ist und dieses Vorhaben verfolgt. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass eine der Figuren, Dr. William Weir (Sam Neill) versuchen sollte, diese Frage zu klären. Wirklich gelungen ist das nicht, denn was er in diesem Film erzählt, sorgt nur für noch mehr Verwirrung - oder mir ist etwas Gravierendes entgangen. Eher unwahrscheinlich!
An der restlichen Umsetzung habe ich fast nichts zu bemängeln, denn der Zuschauer bekommt alles geboten, was einen guten Sci-fi-Horrorfilm ausmacht: Spannung, Schock- und Ekelmomente, und zwei gut aufgelegte Hauptdarsteller (Sam Neill & Laurence Fishburne), wobei der eine dem anderen die Show stiehlt - Laurence Fishburne ist in meinen Augen derjenige, der hier seinen Part einen kleinen Tick überzeugender spielt. Neill's Versuch dem Zuschauer Angst einzuflößen wirkt zeitweise etwas zu aufgesetzt. Ansonsten gutes Schauspiel von ihm!
Kommen wir zum letzten Punkt, der mir neben der unaufgeklärten Frage nach dem "Warum" ebenfalls ein kleiner Dorn im Auge ist: Das Ende! Einige mögen jetzt vielleicht denken "Man, das ist doch ein Sci-fi-Horrorfilm. Da kannst du nicht unbedingt ein gutes Ende erwarten!" Nichtsdestotrotz kann ich mich mit dem Ausgang dieses Films nicht anfreunden, da er ein bisschen nichtssagend im Raum stehen bleibt.
Wer auf düstere und angsteinflößende Atmosphäre, gepaart mit Schockmomenten und einigen wenigen Ekelsequenzen, steht, sollte sich diesen Streifen auf keinen Fall entgehen lassen!
7 Punkte für das böse Raumschiff.