Review

„Barrett – Das Gesetz der Rache“ ist einer der besten Filme von Dolph Lundgren, wobei Dolph dieses Mal gegen Schmuggler und korrupte Cops kämpft.
Santee (Dolph Lundgren) und sein Partner Eddie (Ken Foree) fahren Schmuggelware in ihrem Laster, als sie eine Motorradstreife anhält. Durch einen unglücklichen Zufall will dieser die Ladung checken und es kommt zu einem Zwischenfall, an dessen Ende Eddie und der Polizist tot sind und Santee schwer verwundet ins Gefängnis kommt. Der Anfang ist nicht schlecht gemacht; Regisseur Vic Armstrong beweist einiges Geschick (z.B. die Idee mit der Seitenspiegelaufnahme). Außerdem wird einiges ausgelassen, um den Zuschauer im Unklaren zu lassen (die Hintergründe klären sich erst im Laufe des Films).
Santee wird zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt, doch bei einem Gefangenentransport wollen die begleitenden Polizisten ihn töten. Santee kann jedoch entkommen und flieht durch die Wüste. Ein schneller Einstieg in den Film, denn keine 10 Minuten nach Beginn ist Santee auf der Flucht und beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit seinen Häschern.

An einer Tankstelle kidnappt Santee Rita (Kristian Alfonso) und flieht mit ihrem Wagen weiter, die Cops dicht auf den Fersen. Was Santee nicht weiß: Rita ist ein Cop. Während er vor der Polizei flüchtet und sich an den Leuten rächen will, die Eddie töteten und ihn ebenfalls ermorden wollten, ist seine Geisel wehrhafter als er denkt...
In „Barrett – Das Gesetz der Rache“ ist Santee Universalspezialist für Autos: Er beherrscht fast jedes Fahrzeug, war selbst früher Rennfahrer und kann auch jeden Wagen kurzschließen. Doch trotzdem wird auch ein wenig mit der Moralkeule gewunken, denn Santee möchte z.B. nicht, dass Eddies Sohn auf die gleiche schiefe Bahn rutscht.
Die Story ist gut, vor allem die Idee mit der Geisel zündet. Nebenbei kann das Drehbuch hier auch eine sich anbahnende Romanze zwischen Rita und Santee einbauen. Auch wenn nicht immer Hochspannung aufkommt, unterhält die Story doch bis zum Schluss und führt die Cop/Geisel-Idee konsequent weiter.

Ein Übermaß an Action bietet „Barrett – Das Gesetz der Rache“ eigentlich nicht, hat aber zwei Höhepunkte: Zum einen eine wirklich furiose Verfolgungsjagd zwischen einem Ferrari und einem Lamborghini, zum andern das brillante Lagerhallen-Shoot-Out in der Mitte des Films. Hier drängen sich die Vergleiche mit John Woo wirklich auf: Akrobatische Dauerfeuer-Shoot-Outs, beidhändig mit verschiedenen Waffenkombinationen, teilweise auch noch in Zeitlupe und mit ultrablutigen Einschüssen.
Die restliche Action bietet noch ein paar Fights, ein wenig Geballer und kleinere Verfolgungsjagden; nicht schlecht, aber von den beiden Highlights wird ihnen die Show gestohlen. Hinzu kommt noch ein netter In-Joke: Einer der Bösewichte versucht Santee mit einer Autobatterie mit den Namen „Die Hard“ zu erschlagen.

Die Schauspieler sind zwar keine Meister, aber man kauft ihnen ihre Rollen ab. Dolph Lundgren spielt mal wieder den Working Class Helden, was er gut drauf hat. Kristian Alfonso ist nicht schlecht, überzeugt aber vor allem durch Schlagfertigkeit und Sex-Appeal.
Regisseur Vic Armstrong hat sich ein Extra-Lob verdient: Seine Regie ist sehr gut und hat auch einige nette Einfälle (siehe oben), auch wenn diese nicht weltbewegend sind. Doch vor allem mit den großartigen Lagerhallen-Shoot-Out empfiehlt er sich als Regisseur für weitere gute B-Actionfilme wie „Barrett – Das Gesetz der Rache“.

„Barrett – Das Gesetz der Rache“ ist ein furioser Actionkracher für Genrefans, der lediglich etwas mehr Action neben den beiden Highlights vertragen könnte. In der ungekürzten Fassung eine echte Empfehlung für Anhänger des Actiongenres.

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