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„Fatal Blade – Messerscharf“ ist ein ganz netter B-Actionfilm, der allerdings das Potential zu weit mehr gehabt hätte.
Gesandte zweier Gangsterparteien sind gerade in Verhandlungen miteinander und wollen einen größeren Deal durchziehen. Doch das Treffen wird jäh unterbrochen, als rivalisierende Gangster den Laden stürmen, einige Anwesende töten und sich die Ware unter den Nagel reißen. So beginnt „Fatal Blade“ mit einer netten, aber zu kurzen Actionszene, denn das Feuergefecht hier ist vorbei bevor es richtig angefangen hat.
Die Yakuza, deren Leute bei dem Überfall zu schaden kamen, wollen das nicht auf sich sitzen lassen und engagieren den Killer Domoto (Kiyoshi Nakajo), um die Räuber zu finden und zu bestrafen. Auf polizeilicher Seite betreut man den Cop Richard Fox (Gary Daniels) und seinen Partner Frank mit dem Auftrag, den verdächtigen Gangsterboss Bronson (Victor Rivers) im Zusammenhang mit dem Überfall zu beschatten. Damit führt der Film dann schon mal recht flott seine beiden Hauptfiguren ein.

Während der Observation taucht auch Domoto auf, um Bronson, welchen die Yakuza für schuldig hält, zu erledigen. Durch das Eingreifen von Richards kann er aber dingfest gemacht. Er bleibt aber nicht lange in Polizeigewahrsam: Seine Leute befreien ihn. Bei der Aktion stirbt Richards Partner, weshalb er sich auf die Suche nach den Yakuza macht und bald in einen Bandenkrieg hineingerät...
Das Szenario von „Fatal Blade“ ist zwar nicht unbedingt innovativ im B-Actionbereich, dient aber als solider Aufhänger für die Handlung. Die diversen Subplots des Films, z.B. Richards Ehekrise mit seiner Frau, die seinen Job nicht unbedingt mag, sind nicht wirklich wichtig für die Handlung, verlangsamen sie aber auch nicht. In der deutschen Fassung kann der Film allerdings wegen der vollkommen unpassenden Synchronstimme von Gary Daniels teilweise etwas nerven.
Die Geschichte an sich ist recht flott erzählt und besitzt nur wenige Längen. Sicher ist der Film etwas auf seine Länge gestreckt worden, denn einige der Subplots und Wendungen verlängern das Hick-Hack zwischen Cop und Gangstern einfach nur, ohne wirklich überraschen oder zur Geschichte beizutragen. Die Tatsache, dass sich Killer und Cop im Laufe der Handlung verbrüdern ist schnell vorauszusehen und spätestens seit „The Killer“ nichts neues mehr. Die Inszenierung ist für ein B-Movie recht gut geraten.

Hauptkritikpunkt des Films ist allerdings die Menge an Actionszenen. Vor allem im zweiten Drittel geht es fast gar nicht rund, ehe der Showdown kommt und da wäre einiges mehr drin gewesen. Die vorhandenen Shoot-Outs, Fights und Verfolgungsjagden sind aber gut inszeniert. Die Shoot-Outs sind auf relativ hohem B-Niveau, aber die Kampfszenen sind noch besser. Vor allem die Martial Arts Fähigkeiten von Gary Daniels und die Schwertkämpfe von Kiyoshi Nakajo sind ziemlich spektakulär gesehen. Doch leider besitzt der Film etwas zu wenig davon.
Gary Daniels agiert als Hauptdarsteller gewohnt souverän und mit einigem Charisma, auch wenn er immer noch kein großartiger Schauspieler ist. Die restlichen Darsteller agieren allesamt auf ganz gutem B-Niveau.

„Fatal Blade“ ist ein ganz netter B-Actionfilm, zu mehr reicht es aber aufgrund von zu wenig Action aber nicht.

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