Drunken Tai Chi
Story:
Zwei junge Männer, einer böse, der Andere (Donnie Yen) gut, geraten ständig aneinander und bei diesen Streiterein zieht der böse Mann immer den Kürzeren. Bei einem weiteren Streit wird der Böse ernsthaft verletzt. Nun sieht sich der Vater (Wang Tao) des Bösen gezwungen einen Killer anzuheuern. Der Killer erhält den Auftrag nicht nur den Feind des Bösen, sondern auch dessen Vater und besten Freund (oder war's der Bruder?) zu liquidieren. Die beiden Letztgenannten werden erfolgreich eliminiert, Ersterer ist zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend und bleibt daher unverletzt. Durch ein Missgeschick gerät der nun verwaiste Donnie Yen an einen trotteligen Puppenspieler und dessen Frau. Nach einigen Streitereien vertragen sich beide Parteien und unser Held kann sich glücklich schätzen, denn der Puppenspieler ist nebenbei ein Meister des Tai Chi. Der Held lernt eifrig bei ihm und rechnet erst einmal mit dem Auftraggeber des Killers ab. Danach kommt es natürlich noch zu dem Duell Held vs. Killer.
Analyse:
Einen Film wie "Drunken Tai Chi" zu bewerten ist schwierig, da er einerseits eine typische 08/15-Handlung hat und das obwohl er aus dem Jahr 1984 stammt und somit dieser Plot vorher schon in mindestens 327 anderen Filmen als Alibihandlung herhalten musste und andererseits weil man hier wirklich gut choreographierte Kämpfe und spektakuläre Bewegungen aufgetischt bekommt. Jetzt muss man sich als Zuschauer fragen, was wichtiger ist, Handlung oder Action. Mir war in diesem Fall die Action etwas wichtiger und in genau dieser Zutat punktet "Drunken Tau Chi". Die Kämpfe können sich wirklich sehen lassen und Donnie Yen zeigt uns ein paar Bewegungen, dass man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt. Schon seine Tricks mit dem Fahrrad ganz zu Beginn des Filmes sind ein Highlight. Aber der Film bietet einem nicht nur Action, auch der Humor kommt nicht zu kurz. Einige Gags sind ganz gut gelungen, sodaß man gelegentlich herzhaft lachen kann. Da fällt es nicht weiter schlimm auf, dass der Humor ab und an zu Slapstick-artig rüber kommt. Was mich allerdings sehr gestört hat ist die Rolle, die Wang Tao verpasst bekommen hat. Wie kann man bloß einem der besten Helden des Eastern-Genres eine Schurkenrolle geben? Und dann wird er auch noch besiegt... sowas wirkt sich bei mir grundsätzlich negativ auf die Bewertung aus. Sorry, aber da kenne ich keine Gnade, Wang Tao darf nicht verheizt werden!
Zusammengefasst ergibt das: tolle Fights, eine Portion Humor, eine dürftige Handlung und Wang Tao in einer unpassenden Rolle = (gerade noch) 07/10 Punkte