Da weitet sich das kindliche Herz zu einem fetttriefenden Lummerkotelett,denn „Blizzard“ist auch für einen Weihnachtsfilm mindestens zwei Stufen zu kitschig geraten,kann aber durch eine gut erzählte Story gerettet werden.
Jessies Freund zieht kurz vor Weihnachten in eine andere Stadt,zum Trost muß Tante Millie ihr folgende Geschichte erzählen:Katie liebt das Schlittschuhlaufen,Trainer Otto hilft ihr.Als dieser stirbt und sie in der neuen Schule von Erin gepiesackt wird,hört am Nordpol Rentier Blizzard ihre inneren Hilferufe und eilt herbei.
Der Film ist so zuckersüß,dass es manchmal etwas zuviel wird.Zwar gibt es viele gute Ansätze wie eine clever durchdachte Story und überzeugende Effekte mit echten Rentieren(glücklicherweise keine Fellpuppen),aber auf Dauer ist das Geschmalze etwas zu derb aufgetragen.Zumal einige Figuren zu klischeehaft gezeichnet wurden,wie die durch und durch böse Erin oder Santa´s Gehilfe Archimedes.Zwar gibt es für Kinder einiges zu lernen,wie der Glaube an sich selbst und dass Enttäuschungen im Leben dazu gehören,aber eben auf die Jüngeren zugeschnitten.
An den Darstellern gibt es nichts auszusetzen,auch die Jungmimen machen ihre Sache gut und nerven nicht.
Der Soundtrack kommt beschwingt daher und ist recht abwechslungsreich.
Weihnachtliche Atmosphäre wird ebenfalls durch märchenhafte Bilder erzeugt und auch die Storyline ist stimmig – bis auf zuviel Kitsch,was dem Weihnachtsstreifen doch eine Menge seines guten Potentials nimmt.Wer Kinder hat,sollte kurz vor Weihnachten einen Familienabend einplanen.
6 von 10 Punkten