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Nachdem Akira und Aiko mit ihren zwei Söhnen von Japan in die USA ausgewandert sind, um sich ein neues Leben aufzubauen, geraten sie unversehens in die illegalen Machenschaften eines Gangsterbosses und korrupter Polizisten. Die folgenden Ereignisse zwingen Akira, sich der Sache anzunehmen. Wie praktisch, dass er ein Ninja ist.

Die Geschichte ist nun wirklich nicht neu oder innovativ, alles schon öfter gesehen. Die Polizei hilft nicht, das Gesetz nimmt der Held in die eigenen Hände und schnetzelt sich durch die lokale Schurkenriege. Es muss nicht immer Shakespeare sein, doch der von Gordon Hessler inszenierte Actioner punktet nicht nur mit seiner Schreibe, er macht sich einfach in keiner Kategorie ausreichend verdient. Die Story ist, wie erwähnt, sehr dünn. Dazu zieht sie sich auch immer wieder, gerade am Ende im Finale, wo eigentlich Action angesagt ist. Diese gibt’s auch zuvor immer mal wieder, spektakulär ist diese nie, vom Krawalllevel auch meist eher so lala. Da darf sogar mehrmals einer der Kleinen die Füße fliegen lassen, wen auch immer man in so einem Film damit begeistern wollte. Wenn er dann noch mit seinem MacGyver-Fahrrad loslegt, werfe ich eh das Handtuch.
Die Figuren sind einfach gestrickt, Sho Kosugi ist hier nach seinen drei Auftritten in den Ninjafilmen aus dem Hause Cannon wieder zu sehen, wieder der Gute, der sich eben wehren muss und unterm Auto hängt, bis es Nacht wird. Mir deucht sogar, er trägt mal den gleichen Pullover wie in einem der früheren Filme. Letztlich bringt er sich mehr über seine Physis denn das Schauspiel ein, für so einen Film ist das aber auch in Ordnung. Über den Cast braucht man sonst nicht viele Worte verlieren, gute Familie hier, schmierige Gangster da.

Auch auf rein technischer Seite überzeugt das hier nicht, schlampig in manchen Szenenanschlüssen und mit mancher Unschärfe hier und da stolpert das Werk bis zum Ende so vor sich hin und versucht sich in Actionsequenzen, die seltenst spannend inszeniert sind. Am Ende ist es eben ein Fließbandstück, welches sich immerhin um manch stimmige Szenerie bemüht. Das war's dann aber auch schon.

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