„Girls Club“ist mal wieder so eine typische Teeniekomödie,die sich jedoch anfangs durch bissigem Humor von anderen seiner Art wohltuend unterscheidet.
Cady ist neu an der Highschool,hat bisher in Afrika gelebt und kennt nur Privatunterricht.Umso schwerer fällt es ihr zunächst Kontakte aufzubauen.Sie gerät an die „Plastics“,verwöhnte reiche Zicken,die hinterhältig agieren.Als Cady dies spitz kriegt,schlägt sie zurück.
Nicht ohne Vorbehalte ging ich an diesen Streifen heran,denn zu viele Vertreter dieser Art hatten sich in der Vergangenheit als alberne Possen herausgestellt.
Da war ich aber zunächst überrascht,dass die Zoten und Gags nicht direkt unter die Gürtellinie gingen und teilweise sogar recht tiefsinnig daher kamen,dazu gesellte sich ein pfiffiger Wortwitz,der so manches Schmunzeln auslösen konnte.
Klischees und Stereotypen einer offenbar durchschnittlichen Highschoolbesatzung werden herrlich bloßgestellt und durch den Kakao gezogen und die Dummheit der Plasticgirlies ist kaum zu unterbieten(zu Lindsey Lohan:“Du kommst aus Afrika,aber wieso bist du weiß?“).
Leider wurde die Bissigkeit der Gags nicht konsequent bis zum Ende durchgehalten und die moralische Keule in Form einer Rede macht dann letztlich vieles kaputt.
Die Darsteller agieren durchschnittlich,nur Lindsey Lohan besticht optisch als auch schauspielerisch und wird zukünftig hoffentlich auch mal in anderen Rollen zu sehen sein.
Bleibt eine nette Klamotte,die die anfängliche Tiefsinnigkeit und die guten Gags nicht ganz bis zum Ende durchhalten kann,denn auf Dauer nervt das Teeniegezicke doch ganz schön…
5 von 10 Punkten