Zwar hat es Mr. Magoo ernsthaft mit den Augen, eine Brille will er dennoch nicht tragen. Als er in einen Einbruch verwickelt wird und ihm ein Rubin in die Hände fällt, sind ihm schon bald Gangster und die Geheimdienste der USA auf den Fersen. Tollpatschig wie Mr. Magoo aber ist, entgeht er jeder Falle.
Leslie Nielsen kann einem fast ein wenig leid tun. Seit der nackten Kanone ist sein typischer Charakter als trotteliger Komödiant so ziemlich zementiert, aber die Drehbücher die ihm dazu zur Verfügung stehen wurden eigentlich immer mieser. Mister Mgoo ist ein Comicfigur Marke uralt, die ich kaum noch in Erinnerung hatte, erst als kleinere Ausschnitte des Comics kamen fiel es mir wie Dioptrien aus den Augen, ach ja der war das.
Zurück zum Realfilm, hier wird schnell deutlich das sowohl wie Gagfrequenz als auch die -Qualität doch sehr zu wünschen übrig lassen. Mag es anfangs noch ein oder zwei Grinser wert sein wenn sich Nielsen als Dreiviertelblinder Trottel von einer seltsamen Aktion in die nächste manövriert, begleitet von seinem nicht minder trotteligen Neffen Waldo oder seinem (Blinden-)Hnd Angus. Versehentlich gerät er an einen gestohlenen Diamanten und wird darauf nicht nur von den Gangstern, sondern auch von einem unfreiwilligen Paar aus FBI und CIA, das aber unfähig wie nur sonstwas ist.
Wirklich spaßig wirds nur selten, meist gibts nur abgedroschen Zoten, die bei der nackten Kanone niemals durch die Endkontrolle gekommen wären. Ganz okay sind noch die Slapstickeinlagen beim Huhnkochen oder auf der Skipiste, trotzdem bleibt die Story ebenso seicht wie die komödiantischen Elemente. Leslie Nielsen hätte zur damaligen Zeit vielleicht doch mal den Agenten wechseln sollen, um nicht ausschließlich auf solche Stereotyprollen festgewachsen zu sein.
3/10