Eine ähnliche Ausgangssituation hatten wir ja schon mal bei „Cube“.Sechs einander fremde Menschen müssen auf begrenzten Raum miteinander klarkommen.Leider bietet „Totem“keine zufrieden stellende Entwicklung,dafür sorgen nicht nur talentfreien Darsteller,sondern zusätzlich ein dialoglastiges Drehbuch,das kaum Spannung aufkommen lässt.
Eine Hütte im Wald Nirgendwo:Hier treffen sechs junge Menschen ein,die sich eben noch in einer ganz alltäglichen Situation vollkommen woanders befanden.Um sie herum verhindert eine unsichtbare Barriere ein Fortkommen über 50 Meter im Radius.Bald stößt man auf einen alten Friedhof mit merkwürdigen Steingebilden und findet heraus,daß ihr Schicksal schon vorbestimmt ist:Drei sind Killer,drei sind Opfer,nur wem welche Rolle zuteil wird ist ungewiss und lässt die Beteiligten unruhig werden…
Wenn sich das Geschehen überwiegend auf engstem Raum abspielt,müssen im Bestfall überzeugende Darsteller den Hauptpart übernehmen,damit man sich zumindest mit einem der Beteiligten identifizieren kann.Ist hier aber komplett Fehlanzeige,denn es ist einem vollkommen egal,wer als nächstes ins Friedhofsgras beißt.Da können auch die weiblichen Hüttengäste keinen optischen Reiz bieten(somit fällt auch der Mitleidsbonus weg).
Die Story beginnt ja recht vielversprechend,doch im Verlauf wird alles mit wirren Theorien über drei Meister,die über die Toten regieren zerredet.
Noch schlimmer sind allerdings diese Totemmonster,die später noch lebendig werden.Hellgrün leuchtende Augen können höchstens Kleinkinder oder Katzenhasser erschrecken.Da wirkt ein Zombie,der sich soeben aus der Erde gebuddelt hat,nur unfreiwillig komisch.
Ebenfalls deplaziert erscheint die Halluzination einer Beteiligten,die in einer Mittelalterszene den historischen Ursprung des Fluchs erlebt.
Eine wirre Story,die wenig plausibel macht und den Horrorfilmfan dazu zwingt,sich seine eigenen Erklärungen zu basteln.Ich hab´s getan und das Ergebnis gefällt mir nicht.
3 von 10 Punkten