"Gut " und "Schlecht" etc. - tja, was ist das eigentlich?
Das ist wohl in erster Linie Definitionssache; und orientiert sich, jedenfalls bei mir, auch mit an der Erwartungshaltung.
Wenn ich einen Film in die Finger kriege, und der ist vom "Full Moon" - Label, dann freue ich mich auf skurrile, abgedrehte Stories, trashige Umsetzung und eine Menge Mut, abgefahrene Geschichten überhaupt zu verfilmen. Trash at its Best irgendwie.
Sechs junge, sich völlig unbekannte, Leute treffen in einer Waldhütte aufeinander. Sie wissen nicht, was sie da wollen, sie wissen nicht, was sie erwartet, und sie wissen nicht, wie sie wieder wegkommen, liegt doch ein magischer Ring um die ganze Angelegenheit, in deren Zenrum ein alter Friedhof mit einem geheimnisvollen Granit-Totempfahl steht.
Eine vorwitzige Pipi-Gängerin nimmt im Alleingang während des nächtlichen Gewitters den Friedhof unter die Lupe und entdeckt Kreuze mit den Namen der Internierten und deren Todestag - DEM Tag. ... kurze Zeit später ist sie, Überraschung, tot. Schnell wird klar, alles ist eine uralte Prophezeihung; drei sind als Opfer, drei als Mörder ausgewählt, um die drei Stein-Trolle nacheinander zum Leben zu erwecken. Nur, wer ist wer?
An sich mal wieder eine zunächst schicke Story mit einigem Potenzial, welches natürlich nicht ausgereizt wird.
Wer einen spannenden Horror-Film erwartete, der wird enttäuscht; wer aber nur was "Full Moon"-typisches erwartete, wird sich freuen.
Das Bild schwankt langsam auf und ab, als wäre das Setting keine Waldhütte, sondern ein Hausboot. Die Darsteller und die Charaktere bleiben weitestgehend farblos, oberflächlich und austauschbar. Manchmal glaubte ich, beim ersten Troll Fäden an den Armen erkennen zu können - kann aber eine Sinnestäuschung vom vielen Schwanken sein.
Alles in allem, anspruchslose, kurzweilige Unterhaltung ohne jede Spannung und jedweden Gore und Thrill, aber neckisch anzugucken. (Aber, ich bin ja auch ein "Full Moon" Fan)