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Sechs Leute entdecken, dass sie auf unerklärliche Weise in eine verlassene Hütte mitten im Wald gebracht wurden. Dort werden sie von einem unsichtbaren Kraftfeld gefangen gehalten. Auf einem nahe gelegenen Friedhof entdecken sei ein altes Steindenkmal, den "Toteml", in das die Gesichter dreier Dämonen gemeißelt sind. Bald darauf werden sie durch boshafte Kräfte in ein mörderisches Ritual gezogen, mit dem Ziel, die drei dämonischen "Masters Of Death" zum Leben zu erwecken. Durch diese unheilige Zeremonie werden drei von ihnen zu Killern und drei zu Opfern.

Full Moon und sein Ideenspender Charles Band lassen mal wieder die Puppen auf die Menschheit los, denn wie schon in unzähligen anderen Beiträgen dieser Firma gehts mal wieder um ca. ein Meter große Billigmonster, mit dem Beweglichkeitsradius eines Nachrichtensprechers und der Furchteinflößigkeit einer Tüte Gummibärchen.
Die Story an sich ist ziemlich plump und zudem noch von Tanz der Teufel abgekupfert. Warum jetzt ausgerechnet wahllos diese sechs Personen  fremdgesteuert werden verrät und der Film ebenso wenig, wie die genauen Hintergründer der drei Totem, sie sind halt einfach da und müssen von dem Jungspund Sixpack aufgehalten werden, weitere Details gibts nicht.
Zunächst zeigt mal wieder die Synchro an, welche Wertigkeit dieser Film offenbar bei Best Entertainment besaß, denn diese wurde mal wieder ziemlichen Stümpern zusammengeredet. Dann fällt spätestens bei der undurchdringlichen Barriere auf, wie billig zusammengekleistert der ganze Film letztendlich ist, denn diese wird nicht mal von billiger CGI repräsentiert, sondern die Schauspieler tun einfach so als könnten sie die durchsichtige Luft auch bei größter Kraftanstrengung nicht überwinden.
Auch die Sets und Locations könnten nicht sparsamer sein. Alte Hütte im Wald mit zwei Zimmern, nebenan ein Friedhof, mit den popeligst zusammengezimmerten Holzkreuzen seit Erfindung des Nichtheidentums und ein künstlicher Nebel der dann als Atmosphäre herhalten muß. Von der Qualität der Monster ganz zu schweigen, diese sehen irgendwie aus wie neu übermalte Puppen aus der Ghoulies Reihe, eins der Viecher kam mir jedenfalls mächtig bekannt vor.
Tja, und so plätschert der Streifen fröhlich vor sich hin, es wird viel geredet, ist ja auch billiger. Blutige Szenen gibt es so gut wie gar keine und im Laufe der Geschichte entwickeln die Eingeschlossenen die aberwitzigsten Gründe um sich von der Gruppe zu trennen, was in Horrorfilmen eher selten eine gute Idee ist. Richtig überzeugen können die NoName Darsteller dabei auch nicht, konsequenterweise hält sich die Karriere der Beteiligten vor der Kamera auch sehr in überschaubaren Grenzen.
Was ich im Grunde aber wirklich absolut nicht verstehe ist, das mir der Film eigentlich sogar ganz gut gefallen hat. So eine Produktion erfüllt eigentlich alle Vorraussetzungen um auf die 1 oder 2 Punkte Nachsitzbank abgeschoben zu werden. Immerhin ist die Laufzeit mit einer Stunde noch recht übersichtlich, die Story ist zwar mehr als hirntot, hat aber wohl meinen Trashsensor getroffen. Allein schon das lächerliche Finale, mit den komischen Zombies, sich in Luft auflösenden Protagonisten oder auch den einfach mal so verschwundenen Totemgeistern (wieder schlafengelegt? Keiner weiß es) ist dermaßen hohl, das es schon wieder Spaß macht. Aber sonst kann man von diesem Film nur abraten.
3,5/10

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