Ich gebe, obwohl großer Cannon-Actionkino-Fan, für "American Fighter" nur fünf Punkte. - Hier ist mir einfach vieles zu hanebüchen.
Ein Goldkettchen tragender Waffenhändler, der sich eine farbenfrohe, riesige Ninja-Armee hält, sich mit der US-Army anlegt und ein ganzes Weilchen gut damit durchkommt. Nun gut. Dann diese Ninja: Ständig wird ehrfürchtig geraunt, was für kreuzgefährliche Killer hier herangezüchtet wurden, die können alles, nur nicht fliegen. Doch meist werden ganze Angriffswellen von ihnen von irgendwelchen milchbärtigen US-Soldaten oder eben Joe Armstrong/ Dudikoff mirnichtsdirnichts niedergemäht. Da ist dann nur die schiere Masse der angreifenden Ninjas kampfentscheidend, Wurfstern hin, Laserstrahl(!) her.
Thema Dudikoff: Gebetsmühlenartig wird darauf verwiesen, dass Seagal nur einen Gesichtsausdruck zu Schau tragen kann. Ich behaupte: Zwei bis drei sind es durchaus. Und mindestens einer davon ist (insbesondere: war) sehr beeindruckend. Wenn besonders der frühe Seagal seine Lippen zusammenpresste bedeutete dies: Gleich brechen zahlreiche Knochen (und wehe, da stand noch irgendwo eine Säge). Wenn Dudikoff schüchtern und fast völlig unbewegt in die Kamera blinzelt, und das tut er in 97% seiner screentime, scheint dies eigentlich gar nichts zu bedeuteten. Unsympathisch wirkt der Mensch jedoch sicher nicht und in späteren Produktionen wuchs seine mimische Variationsbreite immerhin noch etwas.
Fünf Sterne (inklusive 80er-Nostalgiebonus), da der Film seinen Unterhaltungswert hat, gerade bei dem geringen Budget von einer Million US-Dollar.