Review

Ich bin ja nun schon mit einer ziemlich gedämpften Erwartungshaltung ins Kino gegangen. Das einzige was ich erwartet hatte war unterhaltsames Popcornkino, allerdings haben folgende 90 Minuten dafür gesorgt, dass ich kein Bissen mehr runter bekam.

Eine detaillierte Inhaltsangabe erspare ich mir an dieser Stelle, da der Inhalt nicht weiter erwähnenswert ist und im Prinzip jeder Schimpanse mit diesem film unterfordert wäre. Also kommen wir gleich zum wesentlichen...die Kritik:

Van Helsing ist mit Abstand das schlechteste was in letzter Zeit auf Zelluloid gebannt wurde. Was mich statt packender Action erwartete waren vornehmlich Flache Witze, mittelmäßige Special Effects und bescheidene schauspielerische Leistung der Protagonisten. Insbesondere Richard Roxburgh (Dracula) kann sich berechtigte Hoffnung auf die goldene Himbeere machen, wenn ihn nicht noch das mienenreiche Spiel von Hugh Jackman ein Strich durch die Rechnung macht!

Stephen Sommers („Die Mummie“ , „“Wild Wild West“, „Men in Black“) hatte Revolutionäres bezüglich des schon so oft verfilmten Vampirmythos versprochen. Die Wahrheit jedoch ist ; Ohne wirkliche Neuerung, lediglich aufgewärmt und lieblos zusammengeklatscht kommt sein Machwerk daher. Die Storybereichender Verschmelzung zwischen Frankenstein, Van Helsing, Dracula und anderen klassischen Romanfigurenfiguren des Horrorgenres will nicht so recht gelingen. Doch woran liegt’s?
Ganz einfach: Glaubwürdigkeit ist hier das Schlüsselwort. Auch bin ich kein Freund von Leuten die mitten im Film sagen: "Ne du, das ist jetzt aber mal voll unlogisch, weil....", "Van Helsing" jedoch lädt gerade dazu ein. Sicherlich soll der Film primär Action im Fantasygewand transportieren und um dafür aufnahmefähig zu sein, sollte man seine Erwartungshaltung ein wenig zurückschrauben. ABER ich erwarte auch hier eine Kosequente Umsetzung des Handlungsstranges. Dass beispielsweise die Witze es nicht vermögen das Niveau von kindischem Slapstick zu überbieten, ist nicht nur bitter, sondern steht dem eigenen Anspruch, nämlich einen soliden Action-Horror-Fantasy-Blockbuster zu machen, völlig konträr gegenüber. Da selbst das, für Stephen Sommers wahrscheinlich genial und überraschende, Non-Happy-End vorhersehbar ist nimmt dem Ganzen unweigerlich den letzten kümmerlichen Rest an "Spannung".

Fazit:
Also noch mal in Kurzform. Van Helsing ist weder gruselig, lustig, spannend noch unterhaltsam. Das man aber versucht all dies zu sein, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Hauptgrund für ganze 2 von 10 Punkten... Applaus !

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