Wir alle lieben das unbeschwerte Leben an der Highschool und wären so gerne ein Teil davon: Eine Designer-Loft als WG, die angesagtesten und abgefahrensten Partys in den exklusivsten Clubs und Schnecken wohin das Auge reicht!
Genau um diese Gruppe junger Menschen geht es auch in Davis Guggenheims’ aktuellem Streifen „GOSSIP – TÖDLICHE GERÜCHTE“. Der Regisseur, der ansonsten eher mit Serien-Ware wie „24“ und „NUMBERS“ auffällig wurde, serviert und einen zynischen Blick auf das Studentenleben, indem er beeindruckend die Macht der Gerüchte frei nach dem Motto „Das Wort ist mächtiger als die Tat!“ zelebriert.
Die ganze Chose, die genretypisch irgendwo zwischen „EISKALTE ENGEL“ und dem genialen „THE GAME“ anzusiedeln ist, wartet dabei mit einer beeindruckenden Schar talentierter und überaus attraktiver Jungschauspieler auf und präsentiert sich geradezu als Abfischbecken für Hollywood-Casting-Agenten. Immerhin erkannte Regie-Veteran Joel Schumacher das Potential der Geschichte und heuerte als ausführender Produzent auch noch den Sound-Magier Graeme Revell an, der einen unglaublich intensiven Soundtrack beisteuerte.
Soviel zum Gerüst des Films – über den eigentlichen Inhalt sollte prinzipiell an dieser Stelle nicht zu viel verraten werden, sofern man vorhat, diesen überraschungs- und wendungsreichen Irrgarten der Gerüchte und Intrigen selbst zu beschreiten.
Wenngleich an mehreren Stellen die Glaubwürdigkeit der Story stark anzuzweifeln ist, macht der Streifen dennoch von der ersten bis zur letzten Minute Spaß, was vor allem an der ansprechenden Videoclip-Ästhetik und dem ausgesprochen guten Spiel der Darsteller (allen voran Kate Hudson, James Marsden, Lena Headey und Norman Reedus) zu verdanken ist.
Obwohl die großen oben erwähnten Vorbilder nicht erreicht werden, bietet „TÖDLICHE GERÜCHTE“ allemal einen unterhaltsamen und spannenden Fernsehabend, der besonders die Twen-Generation und Thrillerfreunde ansprechen wird (7,5 / 10)