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Nachdem Terroristen einen U.S. Senator entführt haben muss U.S. Army General Thurmond seine besten Leute für einen Spezialeinsatz zusammen trommeln. Egal wie gefährlich die Situation auch ist, der Senator muss befreit werden, um jeden Preis! Wie aber will man das anstellen, wenn der ganze Weg vermint ist und die Terroristen in der 100fachen Überzahl sind?

Schau an, den Herrn Santiago zieht es also mal wieder in den Dschungelkrieg zurück. Hier sollen mal wieder die 80er wiederbelebt werden, als tumbe Helden unbeirrt ihrem Auftrag nachgehen und tapfer jedes Klischee erfüllen, das Arnie, Stallone und Kollegen so mühsam aufgebaut haben. Irgendwie hat es mich allerdings etwas gestört, das das erste Bild nach Filmstart drücken ein Nachruf auf den inzwischen ja verstorbenen Regisseur ist. Hat er ja verdient, der Gute, aber aus irgendeinem Grund hatte ich die ersten zehn Minuten so ein schlechtes Gewissen. Aber gut, schalten wir rein zum asiamerikanischen Gemischtfrontkombinat auf dem Weg durch den philippinischen Dschungel, um arme Geiseln aus der Hand böser Al Kaida Terroristen zu befreien, von denen ich bisher gar nicht wußte, das die dort auch Ausbildungscamps unterhalten.
Wir haben da also 30 tapfere Recken, schön gemischt aus US und philippinische Marines, die sich auf Befreiungsmission machen, wobei ich behaupte allein bei der Landung ist jeder davon mindestens anderthalb mal schon getötet worden, so viele, wie da von den Guten umfallen, aber egal, von Logik und Schauspielkunst hat sich ja jeder hoffentlich bereits wissend beim Einlegen der DVD schon verabschiedet, weil sonst Kopfschmerzen. Was folgt ist nach der 15minütigen Vorstellungsrunde eigentlich eine einzige Actionszene, lediglich unterbrochen von unnötigen melancholischen Rückblenden oder gestelzt vorgetragenen Moralapostel-Ansprachen.
Actionfreunde werden jedenfalls ihren Spaß haben. Es ist wirklich alles dabei, was die Klischeekiste so hergibt. Mörserattacken, explodierende Dschungelhütten, getötete Geiseln, pathetische Heldentode, nichtstreffende Baddies während die Guten nur den Lauf vage in Richtung des Gegners halten müssen um Dutzende niederzumähen und so weiter. Kennt man ja alles aus unzähligen Filmen vorher. Leid getan hat es mir lediglich um die schicke Hängebrücke, die friedlich vor einem malerischen Wasserfall vor sich hin hängte und dann arglistig mit C4 sterben mußte, ich finde sowas gehört sich nicht, mit getöteten Zivilisten kann man Leben, aber unschuldige Architektur geht einfach zu weit.
Auffällig aber auch der einzig bekannte Name im Cast, Stacy Keach. Dieser wurde sichtlich nicht nach Übersee geflogen, sondern hält sich in einem separaten Kommandozelt auf. Wirklich gesund sieht der hier nicht wirklich auf, aber die einfache Rolle des Kommisskopps mit Herz bekommt er allemal hin. Mir hat es jedenfalls mal wieder gefallen das simple Gemüt auszupacken und der guten alten Old-School Ballerei beizuwohnen. Sicher ist When Eagles strike ist filmisch gesehen sicher kein Diamant, aber er bietet doch ein gutes Tempo, viel Action und einen sich auf Fernsehturmgröße auftürmende Leichenberge, ohne viel Sinn und Tiefgang. Wer hierfür empfänglich, sollte ruhig mal reinschauen.
6/10

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