Inhalt:
China, zur Zeit der im chinesischen Volk verhassten, manchurischen Qing-Dynastie.
Der örtliche manchurische Fürst... Lord Yuen San Pao (Lau Dan aka Liu Tan), ein eitler und grausamer Despot, herrscht mit eiserner Faust, und die Bevölkerung wird immer zunehmender terrorisiert.
Widerstand leisten die "Ten Tigers of Shaolin", das sind 9 wagemutige Männer..., wie Wang Chi-Yu (Wong Yuen-San), Su Chi Er (Hon Kwok Choi), Tam Chi Tung (Larry Lee), sowie andere Kämpfer (Lau Hok-Nin, Tong Kam-Tong, Lee Tin-Ying), sogar eine Frau, die mutige Su Chu Sang (Michelle Yim)..., und allen voran ihre Anführer, der listige Wang Wai Lin (Jason Pai Piao) und der kampfstarke Chu Tai (Bruce Liang).
Sie alle trotzen den Männern des Lords... und es kommt immer wieder zu erbitterten Kämpfen.
Als der Mann der bildschönen Chu Shang (Terry Liu) verschleppt wird..., damit Lord Yuen San Pao sie in seine Gewalt bekommt und brutal vergewaltigen kann, ist das Maß voll.
Su Chu Sang soll als manchurische Prinzessin getarnt und mit einer fingierten Delegation die junge Frau befreien..., doch diese Finte fliegt auf..., und Su Chu Sang wird selbst zur Gefangenen des Tyrannen.
Die Männer der "Ten Tigers of Shaolin" fordern nun Yuen San Pao und seine Schergen (u.a. Chiang Tao) in einer offenen Feld-Schlacht heraus.
Es kommt zum langen, gnadenlosen Kampf auf Leben oder Tod......!
Fazit:
Regisseur Ngai Hoi-Fung kreierte im Jahre 1978 diesen nur in Ansätzen komödialen, dafür insgesamt reinrassigen, knallharten KungFu-Actioner, ein fast klassischer Eastern, der die Fans des Genres überzeugt.
Eine einfache Geschichte, um 10 mutige, fast lässig-taff auftretende Rebellen, die einem eitel-grausamen Fürsten trotzen, wird in kostengünstig-gediegener Kulisse, handwerklich sauber und strikt-stringent, routiniert-schnörkellos und mit zahlreichen KungFu-Fights garniert, relativ flüssig erzählt.
Die Regie will an die KungFu-Action ran..., es ist ein reiner, konzentrierter Martial-Arts-Eastern..., nichts für Pazifisten und Zartbesaitete, nichts für die Anhänger epischer Kostüm-Streifen ala King Hu oder Chu Yuan.
9 Männer, eine Frau..., sie werden kaum richtig vorgestellt, sind einfach da, so wie der Villain..., es kommt zu zahllosen Fights, und die Story dient letztendlich nur dazu, soviele Kämpfe wie möglich zu platzieren.
Eine junge Frau wird erpresst, nachdem ihr Mann verschleppt wurde..., die junge Dame wird missbraucht, erhängt sich posthum..., und nunmehr verdichtet sich der Widerstand der Helden, der zuvor eher vereinzelt-zusammenhanglos erfolgte, zur List..., und als diese scheitert zur gemeinsamen, offenen Feldschlacht gegen alle Villains.
Kernig, konzentriert, stringent und fast emotionslos auf die Action und deren Motivation blickend..., geht die Regie dies alles an.
Ein Fight-Movie... doch ist die Storyline so kompakt wie durchaus Spannung erzeugend.
Jason Pai Piao und Bruce Liang..., ragen aus dem Helden-Ensemble ein bisschen heraus..., cool, fast lässig absolvieren sie ihre Parts.
Michelle Yim übernimmt die weibliche Heldenrolle..., will als fingierte Prinzessin einer Gefangenen Entsatz bieten, wird selbst zur Gefangenen..., auch sie überzeugt in ihrem Rollenbild.
Hon Kwok Choi ist einmal mehr der Schwachpunkt..., soll für etwas Witz sorgen... zappelt und hampelt dabei herum. Hätte man ihn weggelassen, man hätte ihn nicht vermisst.
Dafür sind Lau Dan und dann später noch Chiang Tao richtig fiese Bösewichte..., so eitel wie brutal.
Der Cast ist ohnehin überraschend prominent..., ja bis in die Ultrakurz-Auftritte besetzte die Regie hier namhaft: Cheng Lui, einst ein vielgesehener Darsteller der Shaw Brothers, oft gesehen an der Seite von Ti Lung, David Chiang und Alexander Fu Sheng..., dann San Kuai, Charlie Chan, Eastern-Schielhannes Yue Tau-Wan sehr kurz in einer Kampfszene..., und nicht unbedingt Michelle Yim ist für mich die schönste Darstellerin in diesem Eastern..., sondern die äußerst attraktive Terry Liu ( aka Terry Lau Wai-Yue).
Die spielt die verschüchterte und dann brutal missbrauchte junge Frau sehr tapfer..., und sie sieht verdammt gut aus. Ich würde sie nur dann von der Bettkante schubsen, wenn ich eine Doppel-Ehe mit Lena Mosel und Esther Sedlaczek führen würde... ;-) .
Wichtigstes und breitesten Raum natürlich einnehmend..., die KungFu-Action.
Klassische Techniken, intensiv und dynamisch, mit hohem Drive und klasse Moves..., das ist kernige KungFu-Action..., und das Finale, der End-Fight bietet 25 Minuten (bei nicht ganz 85 Minuten Laufzeit) Nonstop-Action-Total...!
Fast erinnerte das an die sehr lang-intensive, legendäre Fight-Sequenz im Wang Yu-Hitklassiker "Beach of War-Gods" ("Die Todesbucht der Shaolin", siehe mein Review auf dieser website).
Da geht es natürlich höchstintensiv und den Betrachter in Atem haltend zur Sache...., was für ein Kampf, eine KungFu-Schlacht.
Schwachpunkt ist auch hier wieder die Slapstick-Einlage von Hon Kwok Choi..., nun ja.
"Ten Tigers of Shaolin" ist ein reiner KungFu-Actioner, routiniert und strikt, kernig und kompakt.
Das ist natürlich keine hohe Kunst, und nichts für Cineasten..., die Story fällt natürlich ab, und die wenngleich kurze Comedy stört.
Dennoch..., das Ganze unterhält den Fan des Eastern-Genres natürlich ziemlich gut..., und die zehn Tiger der Shaolin können sich respektable 7/10 Punkte in meiner Bewertung durchaus redlich erfighten.