Wer hätte gedacht, daß ein doch recht techniklastiger Computerthriller doch massentauglich und spannend sein kann? Wohl die wenigstens...
Peter Howitts "Startup" beweist das Gegenteil. Zwar braucht die mit netten Charakteren und einigen flotten Passagen einen Moment, um wirklich in die Gänge zu kommen, dann jedoch macht Ryan Phillippes Kampf gegen einen mächtigen Softwarekonzern (dessen punktuelle Ähnlichkeiten mit Microsoft und Apple sicher nicht zufälliger Natur sind) richtig Spass. Überraschungen gibt es gerade zum Ende hin einige, Action hingegen weniger - aber ehrlich gesagt würde letztere in größerem Stil auch kaum zum Thema passen. Da reicht das digitale Katz- und Mausspiel vollkommen aus um den Zuschauer bei der Stange zu halten.
Etwas störend viel letztlich noch das etwas arg strapazierte "Für die Menschheit"-Ende auf aber dieser kleine Fauxpas soll den Filmspass nicht merklich trüben. "Startup" sei hiermit als gleichsam schick inszenierte wie gut gespielte (in weiteren Rollen Claire Forlani, Tim Robbins und Richard Roundtree) und spannende Abendunterhaltung empfohlen. Lediglich technisch völlig unbedarfte Naturen dürften bei all den kaum erklärten Fachbegriffen eventuell manchmal etwas überfordert dreinschaun...