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THE AFTERMATH

Als der Astronaut Newman (Steve Barkett) aus dem Weltall auf die Erde zurückkommt, muß er feststellen, daß diese von einem Atomkrieg verwüstet wurde. Die wenigen Überlebenden werden vom Finsterling Cutter (gewohnt finster gespielt von Sid Haig) und seiner Gang aus Mutanten-Kannibalen (!) entweder gefressen oder, im Fall weiblichen Geschlechts, vergewaltigt. Zusammen mit seinem verletzten NASA- Kumpel trifft Newman auf einem Erkundungsausflug den kleinen Chris und bald darauf auf die entflohene Sarah (Lynne Margulies), mit der er sich natürlich noch in der selben Nacht paaren wird. Zusammen befreit man eine Mutter samt Tochter aus den Fängen von Cutter. Doch Cutter schlägt grausam zurück und Newman muß sich und der übriggebliebenen Welt beweisen, daß es noch so etwas wie Gerechtigkeit gibt...

Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller Steve Barkett (warum nicht mal ein Held mit Oberlippenbart?) schuf mit "Aftermath" einen dreckigen, kleinen Endzeitthriller mit gut ausgewogenem Trash-Anteil, der dem geneigten Zuschauer viel Spaß bescheren wird. Trotz des offensichtlich geringen Budgets (und den üblichen Nebenerscheinungen wie mittelmässige Schauspieler (Sid natürlich ausgenommen!), mittelmässige Beleuchtung, FX, usw.), schafft der Mann eine glaubhafte Endzeit-Atmosphäre. Die zerstörten Städte, der atomare Niederschlag (zwar billig mit roter Folie über einen normalen Sturm gelegt, aber wie will man unsichtbare Strahlung sonst sichtbar machen?), das Ticken des Geigerzählers und die menschenleeren, verödeten Landschaften vermitteln schnell ein realistisches Post-Atomkriegs-Szenario. Auch die Musik hat mir gut gefallen: Zuweilen fast epische und vor allem düstere Orchestral-Mucke und in den Action-Szenen halt was schnelles, was aber gut in Film paßt. Was mich aber mit am meisten gefreut hat, ist die Tatsache, daß die Zensur den Streifen ganz offensichtlich nicht vorgelegt bekommen hat. Anders sind die Brutalitäten, die der Film zu bieten hat nicht zu erklären: Blutigste Einschüsse, abgehackte Gliedmaßen, sogar ein zerplatzter Kopf, zwei vergewaltigte Frauen, tote Kinder, Messer im Bauch (gaaaanz tief reingesteckt!) usw.. Vielleicht weil nichts mit Zombies aufm Cover war?
Jedenfalls haben mich der Film und ein bisschen guter Wille eineinhalb Stunden sehr gut unterhalten, zuweieln sogar überrascht und das reicht mir manchmal schon.

Fazit: Gut gemachter 80er-Jahre-Low-Budget-Endzeitfilm mit übertriebener Gewalt und guter Atmosphäre!

8,5 von 10 Punkten

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