"Goodbye, Dragon Inn" ist für mich der schwächste Film in Tsai Ming-Liangs Filmografie. Das liegt auch wahrscheinlich daran, dass sein Hauptdarsteller Lee Kang-Sheng erst nach über einer Stunde zum ersten Mal zu sehen ist. Vielleicht war der Grund, dass er so spät auftritt der, dass er im gleichen Jahr seine erste Regiearbeit "The Missing" durchgezogen hat.
Der Film spielt in einem taiwanischen Kino, wo der taiwanische Eastern "Dragon Inn"; dt. "Herberge zum Drachentor" läuft.
Viele Fans werden von diesem Film vielleicht enttäuscht, andere werden ihn sogar lieben. Für mich war er viel zu langsam und zu ruhig. Mir kam das fast wie eine Diashow vor.
Ich muss aber zugeben, dass die Inszenierung von Tsai wieder sehr gut ist und wieder seine Handschrift zu erkennen lässt.
Der Film hat auch einige Awards erhalten, manche halten ihn für einen seiner besten Filme, ja sogar einen der besten aller Zeiten. Ich dagegen find ihn nicht so kurzweilig und witzig wie seine anderen Werke.
Zum Glück konnte er dies wieder mit "The Wayward Cloud" wieder wettmachen.
6,5 / 10