Ein Serienkiller, der seine Opfer mit Handschellen fesselt, bevor er sie umbringt, macht die Stadt unsicher. Eine Künstlerin, die seit Jugendzeiten über hellseherische Fähigkeiten verfügt, hat immer wieder Visionen von den Taten, die sie in ihren Zeichnungen verarbeitet. Die Polizei ist skeptisch, trotzdem macht die Geschichte schnell die Runde, und als der Mörder spitz kriegt, dass es eine unliebsame Zeugin gibt, steht die Frau auf der Liste der potentiellen Opfer ganz oben. Ein Versuch, das Handlungsgefüge eines italienischen Giallo-Thrillers für das US-Kino in ein Mainstream-Korsett zu pressen (insbesondere die Motivationserklärung am Ende könnte direkt aus einem Italo-Streifen aus den 70ern stammen), der zudem à la "Die Augen der Laura Mars" mit einigen Psychic-Link-Motiven versetzt wurde. Durch die Inszenierung in herkömmlicher Krimi-Manier ist das Ganze leider ein wenig unspektakulär geraten. "American Killing" ist allerdings weitaus besser als Armand Mastrantonios vorhergehender "Halloween"-Abklatsch "Panische Angst". Ist insgesamt betrachtet durchaus okay und sorgt für gediegene Spannung ohne großes Blutvergießen. Nur die Mord-Szene im Schwimmbad, die geht an die Nieren... da macht der Streifen kurz ernst.
6/10