Bei dem Filmtitel denkt man zuerst an zwei Handlungsmöglichkeiten, entweder ein netter Sauffilm um ein Wodka-Tabasco-Tomatensaft-Mixgetränk oder um einen netten Vampirfilm mit einem weiblichen Hauptprotagonisten alà "Vampirella" oder "Chastity" (doch ehrlich, mir ist das gleich eingefallen). Letzteres soll sich dann auch bewahrheiten, was vielleicht irgendwie schade ist.
Denn wir haben hier keine toughe Killerin wie die oben genannten Comicheldinen, sondern eine junge Vampirdame die nur Verbrecher trinkt und selbst dann oft danach Gewissensbisse (hmm...?) bekommt. So lange zumindest bis sie einen Mafiaboss erwischt ihn aber nicht ganz tötet, er sich in einen ihrer Art verwandelt und nun beginnt die Stadt etwas auf den Kopfzustellen. Logischerweise ist unsere "blutige Marie" nun die einzige die mit einem Polizistenfreund das Böse noch aufhalten kann.
Jetzt fragt man sich, was bekommt noch außer dieser "geistreichen" Story in dieser Horror-Komödie geliefert? Eigentlich genug von beiden aber doch beides nicht wirklich. So gibt es für den Horrorfan ein handvoll netter Effekte, wo vor allem die rund um den roten Lebenssaft sind sehr nett ausgefallen. Nur die ständig aufleuchtenden Vampiraugen, sahen meines Erachtens einfach nur zu billig aus und haben mich daher mehr genervt als alles andere, genau wie auch einige "Blutsauger-Sound/Animationseffekte" mit ihrem übertriebenen Gekreische aber sonst zu wenigen bzw. hölzern wirkenden Bewegungen. Überhaupt fand ich diese hier nicht sonderlich gut umgesetzt. Aber das kommt dem Spaßvogel wieder zu gute, der sicherlich dadurch und auch durch einige andere nette Klamaukszenen seine helle Freude daran haben könnte, aber auch er sollte nicht zuviel erwarten.
Desweiteren finde ich die Schauspielerleistungen auch eher dürftig, genau wie einige Kameraeinstellungen. Als bespiel hierzu nur die Kreiskamerafahrt in der Kirche, welche vielleicht Spannung erzeugen sollte, aber einfach nur viel zu langsam war und dafür nur ein nettes Gähnen von mir bekommen hat. Demzufolge ist die gesamt Umsetzung höchstens Durchschnitt.
Fazit:
Was nun also bleibt ist ein normale Vampirkomödie mit einigen Schwächen und netten Goreeffekten (Vampire verbrennen hier sogar besser als in "From Dusk till Dawn"), der aber nicht mit Genregrößen (Vampir-Komödien) alà "Vampire in Brooklyn" u Co mithalten kann (liegts vielleicht wirklich an dem eher laschen, weiblichen Oberblutsauger, der irgendwie nicht wirklich Biß hat?). Einmal anschauen langt somit vollkommen!
5/10