John Landis "Bloodie Marie" überzeugt durch eine sehr unterhaltsame Mischung aus Mafiakrimi, Vampirfilm und Situationskomik. Zwar kommt der Film erst in Hälfte 2 richtig auf Touren, doch sorgen die recht blutigen (aber nicht sehr zahlreichen) Vampireinlagen und vor allem das überzeugende Spiel von Hauptdarstellerin Anne Parillaud für gute Laune. Überzeugend zudem auch David Proval, der aber ebenfalls erst mit zunehmender Filmdauer wirklich zur Geltung kommt. Macht aber nichts, denn bis dahin sorgen vor allem die herrlichen Mafiatypen für beste Stimmung :)
Vornehmlich im letzten Filmdrittel kommt dann noch eine schöne Portion dezent-derber Situationskomik hinzu, über die sicher nicht jeder wird lachen können, die mich jedoch überzeugte :) Einfach herrlich, wie beispielsweise der Vampir im Krankenhaus aus Versehen das Zeitliche segnet oder Personen schlicht "übersehen" werden.
Das Horrorelement verlagert sich dabei doch teils deutlich in den Hintergrund, womit auch Schauermomente kaum zugelassen werden. Fans des klassischen Grusels seinen also gewarnt: "Bloodie Marie" ist vielmehr ein wilder, sehr soll die inszenierter Genremix, angenehm düster und in höchstem Maße unterhaltsam. Dennoch gleitet der Film nicht zu stark in Richtung Comedy, sondern stellt meiner Ansicht nach vielmehr eine wirklich ausgewogene Mischung verschiedener, bewährter Zutaten dar. Mit einer FSK18 aus heutiger Sicht aber auch sicher etwas überbewertet.