Review

Rod Steiger spielt Charlie, einen verbitterten Kriegsveteranen, der über den Tod seines in Vietnam gefallenen Sohnes nicht hinweg gekommen ist. Zusammen mit seinen drei Freunden (Jerry Hardin, Richard Herd, Paul Mantee), mit denen er im 2. Weltkrieg gedient hat, unternimmt er einen Jagd-Ausflug an einen einsam gelegenen See. Dort treffen sie auf David (David Hoffman) und seine Freundin Linda (Robin Matteson), die die Unterkünfte verwalten.
Als Charlie herausfindet, daß David ein desertierter Soldat ist, der sich vor der Regierung versteckt, entläd sich seine angestaute Wut an dem jungen Mann, den er für den Tod seines Sohnes verantwortlich macht.
Es beginnt ein blutiges Katz- und Mausspiel, bei dem es nur einen Überlebenden gibt...
Amok - Jagd ist ein echter Geheimtip unter den zahlreichen Revenge-Streifen, die Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre sehr beliebt waren. Rod Steiger ist die Idealbesetzung für den von Hass zerfressenen Veteranen. Schon nach den ersten 5 Minuten des Films wird klar, daß Charlie ein komplettes Arschloch ist. Nach einigen gelungenen Psycho-Duellen zwischen Charlie und dem von Vietnam traumatisierten David, steuert der Film auf sein unvermeidliches Ende aus Tod und Vergewaltigung zu. Das dabei nicht all zu sehr auf die Kunstbluttube gedrückt wurde, tut dem positiven Gesamteindruck des Filmes keinen Abbruch. Der verstörende und konsequente Schluss (es soll noch eine alternative Fassung mit einem anderen Ende existieren!), kommt dann auch ebenso plötzlich, wie überraschend daher.

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