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Scotland Yard und Londos Unterwelt sind gleichermaßen am Arsch: Ein Überbösewicht mit skelettierter Maske und dem klangvollen Namen "Der Wixxer" hält die nebelverhangene Stadt in Atem. Grund genug den abgehalfterten Kommisar Even Longer auf den Fall anzusetzen. Unterstützt durch seinem neuen Kollegen Very Long macht er sich daran die Verbindungen zwischen der Mopszucht des Lord of Cockwood und der Identität des Wixxers auszumachen.

Mitte der 90er lag ein dreckiger Fluch über deutsche Filmproduktionen. Ausgelöst wurde dieses zweifellose Ärgernis namens Beziehungskomödie, durch eine Ralf König Verfilmung, in der Til Schweiger und die riemige Katja die unterhaltsamen Schwulcomix verwässerten. Zum Ende dieser Ära läutete Michael Herbig die Wiederkehr des teutonischen Klamaukkinos ein. Der Schuh des Manitou: 90 Minuten Leerlauf und ein zündender Gag! Eine Hommage an die Karl May Filme sollte es also sein! Besten Dank, Bully! Und wer kommt da um die Ecke und präsentiert uns da eine Edgar Wallace Verhohnepiepelung nach selben Gusto? Oliver Kalkhofe, der Mann dem man eigentlich mal für göttlich erachtet hatte! Verkehrte Welt! Onkel Hotte schafft das Unglaubliche: Von den übermäßig penetranten Gags zündet fast jeder 13te!!!! Cameos von Herrn Radioven, Schlitzi oder Mama und Papa sowie Tante Freckel gibt’s auch nicht! Verdammte Tat! Was bleibt? 7/10 für eine dt. Comedy, 4 / 10 für eine Edgar Wallace Persiflage und 1/10 für einen Film, den man von Kalkhofe erwartet hätte!

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