Review

Daisuke Yamanouchi hat wieder zugeschlagen. Zwischen 1998 und 2000 hat der gute Mann einige derbe Sickos für den japanischen Videomarkt abgedreht. Eines haben sie alle gemeinsam: Billigst, mit einfachsten Mitteln gedreht mit dem Ziel zu schocken. Auch Red Room bildet da keine Ausnahme. Mittlerweile ist Daisuke Yamanouchi beim Pornofilm gelandet und dreht jetzt einen Schmuddelstreifen nach dem anderen.

Vier Menschen (ein Mann und drei Frauen) sitzt in einem Zimmer und spielen ein Kartenspiel, nach folgenden Regeln: Es gibt vier Karten (Eine Krone, 3, 2 und 1). Nachdem gemischt wurde, darf jeder eine Karte ziehen. Wer die Krone zieht, darf über die Personen mit den beiden niedrigsten Karten bestimmen. Dazu werden diese in ein kleines Gefängnis gesperrt. Beginnt das ganze noch mit harmlosen Knutschereien, entwickelt sich daraus ein Spiel auf Leben und Tod...


Ohja, es wird einiges geboten. Eine Frau wird auf einen Stuhl gebunden und so lange gedreht bis sie spucken muss, eine andere darf eine Golden Shower über sich ergehen lassen, die dritte im Bunde wird verprügelt und vergewaltigt, dem Typen wird der Penis abgebissen, einer Frau wird eine Schraubenzieher und eine Glühbirne, die leider auch zerbricht, zwischen die Beine geschoben und als krönendes Finale gibt es eine Shemale Nekrophilieszene (!).
Wer auf Sickos steht, dürfte hier bestens bedient werden, auch wenn die FX einen sehr billigen Eindruck hinterlassen. Allgemein wurde sehr kosteneffizient gedreht. Alles spielt sich in nur einem kleinen kärglich eingerichteten Raum ab - hat den positiven Nebeneffekt, dass die Atmosphäre sehr beklemmende wirkt – mit nur vier Darstellern.
Die Story, von dem Spiel das außer Kontrolle gerät, hat durchaus Potential, das aber leider zugunsten der Schockszenen geopfert wurde. Warum auch näher die Hinter- und Beweggründe der Darsteller beleuchten, wenn man tumb Sex- und Gewaltszenen aneinanderreihen kann? So verkommt das Kammernspiel zur Folterorgie mit immer bizarreren Ideen.

Typischer Daisuke Yamanouchi Sicko. Wer mit seinen anderen Filmen etwas anfangen konnte, dürfte auch hieran Gefallen finden. Interessante Ansätze werden aber schon im Keim erstickt.

3/10

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