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Verbrecherschreck im biomechanischen Superheldenkostüm stellt sich den Machenschaften eines skruellosen Konzerns entgegen, welcher am Ort einer archäologischen Ausgrabung ein Alien-Raumschiff in seine gierigen Fänge zu bringen versucht. Dem Weltretter "Guyver" stellen sich schnell allerlei schlagfertige Ungetüme in den Weg...

Klingt nach einer hirnfreien Folge Power Rangers? Steve Wangs Real-Verflilmung des "Guyver"-Kultes kommt dem zumindest recht nahe (später nahm er sich tatsächlich jener Serie an), hebt sich jedoch immerhin durch einen nicht unwesentlichen Blutgehalt in Sachen Härte von der selten dämlichen TV-Serie ab. So scheiden die optisch am kampferprobten "Predator" angelehnten Monster teils auf recht brutale Art und Weise aus dem Leben - aber natürlich erst, nachdem sie ganz nach Power Rangers-Vorbild mächtig akrobatische Prügel bezogen haben. Zumindest letzteres vermag Wang recht ansehlich in Szene zu setzen, seine späterer Dacascos-Actioner "Drive" bestätigt dies. Geschossen wird hingegen nur zu Beginn ein wenig, gesprengt, sieht man vom Start des Raumschiffs mal ab, überhaupt nicht. Trotz solider Härte letztlich doch eine sehr einseitige, ermüdende Actionpalette!

Spannend ist dieser Murks nämlich keine Sekunde. Die Charaktere bleiben eindimensional, erzeugen keinerlei Sympathien beim Zuschauer und zu allem Überfluss bekommt die banale Story durch die selbstzweckhafte Inszenierungsweise der Kämpfe einen eher unfreiwillig komischen Charakter. Quasi Power Rangers für die etwas älteren unter uns, könnte man hier resümieren. Warum das Ganze für den deutschen Markt auch noch so sehr geschnitten werden musste, entzieht sich ferner bei den nun alles andere als menschlich ausschauenden Guyveropfern völlig meiner Kenntnis...

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