Nach Kruegers furchtbaren letzten Leinwandausflug, kann Teil 5 wieder etwas der Atmosphäre einfangen, die ich so schmerzlich vermisste. Die Story läuft erst mal wie gewohnt nach bekanntem Schema ab:
Alice, die einzige Überlebende des vierten Teils, wird wieder von Krueger in ihren Träumen heimgesucht, dieses Mal hat sie allerdings keine Kontrolle mehr. Erst spät merkt sie, das es nicht ihre Träume sind die Freddy auferstehen lassen, sondern die ihres ungeborenen Sohnes. Erneut beginnt Krueger in ihrem Freundeskreis zu morden. Um ihn zu bezwingen muss Alice den Geist von Kruegers Mutter finden....
Zugegeben die Geschichte ist mal wieder nicht das Gelbe vom Ei und entzieht sich teilweise meinem Verständnis. Wie kommt es zum Beispiel das Krueger in die Träume von Alice Kind eindringen kann, wenn er doch eigentlich ausgeschaltet ist? Hätte er da nicht auch in die Träume jedes anderen Teenager eindringen können?
Positiv bleibt allerdings festzuhalten das man bemüht war die Kontinuität zu wahren. Die Geschichte baut auf Teil 4 auf, dazwischen gibt es sogar ein paar Verweise auf den dritten Teil (Irrenanstalt). Die Ausflüge in die Vergangenheit Springwoods sind dabei auch die Highlights des Films, Englund darf in der Irrenanstalt sogar mal ohne Maske agieren. Die Atmosphäre ist ungewohnt dicht in diesen Traumsequenzen für ein Nightmare-Sequel.
Leider verfällt der Plot wieder zu schnell in bekannte Strickmuster und weiß nur noch selten zu überraschen. Wie Alice Clique nach und nach ausradiert wird ist zwar nett anzusehen, eine Bereicherung für den Film ist sie aber nicht. Der Comic-Tod ist zwar ein netter Einfall (und immerhin nicht so dämlich wie der Videospieltod in Teil 6) , für den gewöhnlichen Cineasten aber sicher zu abgehoben.
Was noch zu erwähne wäre sind die ganz ordentlichen Effekte. Sei es das Krueger-Baby, die Comicsequenzen usw. Für das niedrige Budget des Filmes wissen sie zu überzeugen.
Festzuhalten bleibt das „Das Trauma“ nicht der schlechteste Film der Nightmare-Reihe ist, aber auch meilenweit vom Original entfernt bleibt. Die Sequels laufen immer nach dem selben Muster ab, auch einem Krueger-Fan sollte bei sowenig Einfallsreichtum langweilig werden. Immerhin ist dieser Teil besser als sein Vorgänger und etwas über dem Niveau von „Freddys Finale“.
4/10 Punkten