Nightmare #5 – Stephen Hopkins darf nach Renny Harlin ran. Das Ergebnis ist in etwa gleich.
Wie bei Teil 4 schon, gibt es auch hier einen nahtlosen Übergang: Alice aus dem vierten Teil wird noch immer von Alpträumen geplagt. Freddy versucht über ihr ungeborenes, aber träumendes Kind wiederbelebt zu werden. Wieder müssen Menschen sterben, wieder muss jemand den Kindermörder aufhalten…
Auch „The Dream Child“ bietet wieder nichts Neues. Allerdings wurde hier wenigstens ein bisschen mehr Hintergrundgeschichte von Freddy in die Story eingebaut. Zwar kennen wir das meiste schon aus den vorhergehenden Teilen, dennoch wurde davon noch nicht alles in Szene gesetzt. Hier liegen auch die größten Stärken des Films. An Atmosphäre kann das Traumkind nämlich punkten und ist dem vierten Teil dahingehend überlegen. Ein starkes Manko ist allerdings die Inszenierung der Mordsequenzen. Eher langweilig, wenig kreativ und vor allem unblutig – hätte man sich doch ein Scheibchen vom dritten oder vierten Film abgeschnitten. Schade, denn bei einem Nightmare-Film sind das nun mal wichtige Bestandteile.
Schauspielerisch gibts hier eigentlich nicht viel zu erwähnen. Geht eigentlich alles in Ordnung, Englund alias Freddy ist wie immer klasse und hat überhaupt keine Schwierigkeiten den Killer wunderbar zu verkörpern. Wie schon oben kurz angesprochen ist Hopkins’ Inszenierung wirklich gelungen. Freddys Wiedergeburt („It’s a boy!“) empfand ich fast als Höhepunkt des Films, obwohl gleich am Anfang. Aber auch die restlichen Traumszenen sind überdurchschnittlich, nur halt der Abschluss, sprich der Kill, ist meist nicht gut geglückt. Trotzdem sind die Special-Effects mal wieder zu loben. Die sind nämlich gelungen.
Was dem Vierten ein wenig fehlte, finden wir im Fünften. Was dem Fünften allerdings zu einem guten Film fehlt, ist im Vierten zu suchen. Man nehme die passable Story und Atmosphäre des Fünften und die Schlitzerszenen des Vierten, packt sie zusammen und heraus kommt ein bestimmt guter Film. Einzeln sind sie allerdings nur solide. (6/10)