Review

Alice verschloss im vierten Teil der Reihe unserem Freddy Krueger die Tür zu den Träumen, doch er ist nicht auf den Kopf gefallen und so gelingt es ihm über das in Alice wachsende Kind in die Träume von Alice zu gelangen und ihr und ihren Freunden erneut das Leben schwer zu machen.

Es ist also im fünften Teil unterm Strich alles beim Alten geblieben und von überraschenden Neuerungen werden wir verschont. Daher kommt bei diesem Streifen an der ein oder anderen Stelle leider Langeweile auf und die Handlung zwischen den gut gemachten Spezialeffekten bietet auch keine Gute-Laune-Macher. Alices Beziehungen zu ihren Freunden, das inzwischen gute Verhältnis zu ihrem nicht mehr alkoholsüchtigen Vater und die Plaudereien dieser Personen finde ich zumindest nicht besonders prickelnd.

Prickelnd sind dafür wieder die tollen, albtraumhaften Effekte und Szenarien. So werden wir gleich zu Beginn des Films Zeuge von Freddys Entstehungsgeschichte (Vergewaltigung einer Schwester von einigen Psychopathen einer Anstalt) und seiner (Wieder-)Geburt, die Alice in ihren Träumen miterlebt. Diese Kenntnisse sind zwar nicht neu, da wir von ihnen bereits in den vorherigen Teilen gehört haben, aber diesmal gibt es das Ganze in Bild und Ton.
Auch die mörderischen Aktivitäten von Herrn Krueger sind nett anzuschauen, wobei er in diesen die Möglichkeiten der Träume vorzüglich ausspielt. Besonders nennenswert sind in meinen Augen die Verbindung, die Alices Freund zu seinem motorisierten Zweirad eingeht, die Fütterung des Möchtegernmodels und der papierhafte Tod des Comicfreaks. Diese wurden klasse umgesetzt und bleiben einem im Gedächtnis haften.
Gegen Ende gibt es dann zwar tolle Traumsets wie z.B. die phantastischen Treppen in alle Himmels- und sonstige Richtungen, aber die Idee mit den Erscheinungen von Freddys Mutter und Alices Sohn finde ich unschön und auch die anscheinend am vierten Teil orientierten Effekte bei Herrn Kruegers "postnataler Abtreibung" gefallen mir nicht ganz so gut.

Was gibts sonst noch zu schreiben? Die Schauspieler sind durchschnittlich, wobei mir in diesem im Gegensatz zum vierten Teil die Leistungen von Lisa Wilcox als Alice weniger zusagen.
Die Musik ist stimmig und verpasst den Szenen das richtige Feeling.

Insgesamt bin ich vom fünften Teil etwas enttäuscht, weil er einfach zu wenig Neues bietet. Zwar ist er kein kompletter Reinfall, aber zu dem vorherigen schnieken dritten und dem guten vierten Teil steckt er trotz einiger guter Passagen zurück.

Details
Ähnliche Filme