Robert Englund will erneut Angst und Schrecken in der Elm Street verbreiten.
Story:
Alice dachte, Freddy Krueger endgültig besiegt zu haben. Doch Pech gehabt, da wird sie doch glatt schon wieder in einen Albtraum reingezogen, indem sie beinahe in ihrer Dusche ertrinkt. Dort muss sie mit ansehen, wie Freddy (Robert Englund) wiedergeboren wird. Da sie eigentlich dachte, ihre Träume kontrollieren zu können, muss Freddy einen anderen Weg gefunden haben, um ihre Freunde ermorden zu können. Der liegt in ihr: Sie ist schwanger von ihrem Freund Dan. Durch die Träume ihres ungeborenen Babys gelangt Freddy wieder zu alter Stärke. Nur Freddy's Mutter Armanda kann ihn jetzt noch aufhalten...
Mit dem fünften Aufguss der Horrorserie war der Imagewandel von Freddy weg vom finsteren Albtraum hin zur Comicfigur endgültig abgeschlossen. Nun hatte er wirklich gar nichts mehr Bedrohliches an sich, dafür nur noch mehr coole Sprüche auf den Lippen. Für sich betrachtet weiß der Film durchaus zu gefallen und kann auch mit einigen verrückten Einfällen punkten. Betrachtet man allerdings die Entwicklung der Serie als Ganzes, macht sich eher eine herbe Enttäuschung breit. Vom Stil des genialen Erstlings ist gar nichts mehr übrig.
Die Träume mit den entsprechenden Sets sehen zwar immer noch reichlich abgedreht aus, es fehlt aber vorne und hinten an Atmosphäre, um dem Zuschauer einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. Meist sind die Sets zu hell geraten und wirken fast schon wie aus einem Comic. Kein Vergleich mehr zu den schmutzigen, düsteren Locations des ersten Teil wie dem Heizungskeller.
Etwas besser geraten sind die Morde, die gegenüber dem Vorgänger eine Spur härter und verrückter sind. Die "Fütterung" oder das "Zerschnippeln" mögen als Beispiele dienen. Leider wurde mal wieder nur die R-Rated-Version veröffentlicht, bei der so einiges an Gore fehlt. In dieser Version könnte der Film sogar locker ab 16 freigegeben werden, da Blut kaum zum Einsatz kommt und die Morde auch eher comicmäßig aussehen.
Richtig schlecht ist dieses Mal allerdings der Soundtrack ausgefallen, der weder das kultige Theme beinhaltet noch sonst irgendwelche düsteren Instrumentals oder coole Rockmucke wie Teil 3. Nur Keyboard-Gewaber kommt einem zu Ohren, das reichlich nervig klingt. Während der Credits dudelt sogar noch 80er-Jahre-Hip Hop. Da merkt man, das MTV da wohl ein gewaltiges Wörtchen mitzureden hatte.
Die Schauspieler agieren samt und sonders solide, ohne großartige Leistungen zu zeigen. Die Heldin Alice ist mir persönlich etwas zu siegessicher und scheint immer genau zu wissen, was wann wie zu tun ist. Da war mir Nancy aus Teil 1 bzw. 3 schon lieber. Einzig Robert Englund kann mal wieder begeistern, auch wenn er wie schon gesagt mehr damit beschäftigt ist, coole Sprüche abzulassen denn Leuten das Fürchten zu lehren.
Fazit: Teil 5 ist ein guter, solider Teil der langlebigen Rolle und ein Quentchen besser als sein direkter Vorgänger. Ungeschlagen bleibt aber nach wie vor Teil 1, gefolgt vom Spin-off "Freddy Vs. Jason".
7 von 10 Punkten