Freddy Krueger, Schrecken aller Teenager und Idol einer heranwachsenden Generation von Horrorfans, geht in die fünfte Runde. Bis zu diesem Teil hat sich das Pizzagesicht ganz gut geschlagen; das Original Nightmare - Mörderische Träume gilt heute als Horrorklassiker. Teil 2 ging dann aber umgehend in die Binsen und ist bekannt als mit der schlechteste der Alptraum-Saga. Versuch 3 konnte widerum begeistern, wobei sich hier schon abzeichnete, dass die Serie deutlich an Humor zunehmen würde. Part 4 setzte diesen Trend dann auch noch deutlicher fort, in dem Freddy immer mehr zum sprücheklopfenden Clown mutierte, aber trotzdem immer noch durchaus unterhaltsam. Das Publikum schien die komödiantische Seite jedenfalls zu gefallen, denn Teil 4 wurde der erfolgreichste aller Nightmare-Teile (wenn man mal von Freddy Vs. Jason absieht).
Auf Grund des Erfolges wurde Aufguß Nr. 5 dann recht schnell nachgeschoben. Und da der humoristische Freddy geliebt wurde, hat man diesen Anteil noch mehr ausgebaut. Hier haben wir also die zwei grundlegenden Probleme des Films: er ist trotz der recht innovativen Geschichte um Alice und ihrem ungeborenen Baby, dem Freddy sich annehmen will, offensichtlich ein Produkt, dass am Reißbrett enstanden ist, und der Humor ist diesmal schon so happig, dass es kaum zu ertragen ist.
Es wird immer deutlicher: Freddy hat nun auch das letzte bisschen Ernsthaftigkeit verloren. Sein verbranntes Gesicht sieht aus wie eine Maske aus einem Faschingsshop und die Grimassen, die Darsteller Robert Englund ständig schneidet, sind selbst für die Figur Freddy zu sehr over the top. Von Spannung kann jetzt überhaupt keine Rede mehr sein, alles ist nur noch Massenware geworden, man hakt die gemeuchelten Teenager brav ab (wieviele hunderte gibt es eigentlich in der Elm-Street?) und wartet auf den Showdown, in dem Freddy erneut in die ewigen Jagdgründe geschickt wird.
Etwas wirklich neues bietet der Streifen trotz der guten Story-Grundlage somit nicht. Der Film kann zwar teilweise mit einer überraschend düsteren Atmosphäre aufwarten, die jedoch nicht durchgängig aufrecht erhalten werden kann, denn dazu ist viel zu viel Albernheit vorhanden, die so manchen comichaften Fantasy-Film locker übertrumpfen (der "Höhepunkt": Freddy fährt in einer Traum-Comic-Welt auf einem Skateboard und mutiert anschließend zu "Super-Freddy"). Die Macher versuchen mit kreativen Mordmethoden zu punkten, was aber auch nur teilweise gelingt. Es gibt schon herrlich bizarre Alptraum-Ideen, die aber beim bereits fünften Teil auch nicht mehr so begeistern wollen, weil man alles irgendwie schon mal so ähnlich gesehen hat. Wie bereits erwähnt, Massenware eben.
Es bleibt letzten Endes nicht viel. Der Durchschnittszuschauer wird sich langweilen, und selbst Freddy-Fans könnten enttäuscht sein. Seinerzeit war der Film nach dem erfolgreichen Vorgänger kein richtiger Hit mehr, und die Gründe dafür sind ja offensichtlich. Somit haken wir Nightmare 5 - Das Trauma einfach ab und schwelgen andächtig in Erinnerungen an den guten ersten Teil.