Review

Für mich ist "Leatherface - Die neue Dimension des Grauens" mit Abstand der schwächste Teil der Reihe - sogar noch hinter dem vom Michael Bay produzierten Remake.
Der Grund? - Genauso simpel wie der Film selbst: Er ist einfach stocklangweilig. Vor allem im Mittelteil überkam mich öfters das Gefühl, die Vorspultaste zu betätigen, um mir die zahlreichen, erbärmlich-öden Passagen zu ersparen.

Der Anfang klingt da noch sehr vielversprechend - Die Szene auf der Tankstelle und das erste Aufeinadertreffen fand ich persönlich noch sehr originell und einfallsreich.
Danach hatten die Drehbuchautoren scheinbar keine Lust mehr, sich neue Sachen einfallen zu lassen und orientierten sich an den beiden Vorgängern, fügten ein paar lächerliche Verfolgungsszenen im Wald und die Rolle eines Söldners zu, der der Familie ordentlich einheizt.
Klingt trashig, ist es auch - trügt aber nicht darüber hinweg, dass dabei nicht selten die Langeweile diktiert.

Leatherface versteht es wenigstens noch einmal, mit seiner Erscheinung vom Hocker zu reißen. Die neuen Familienmitglieder sind mir da allerdings schon wieder etwas zu suspekt.
Nachdem von den alten Charakteren im zweiten Teil nicht mehr viel übrig war, mussten zwar neue her, doch diese wirken über die Dauer des Filmes viel zu künstlich und zu aufgesetzt.
Mit dem Vater und dem Bruder von Leatherface können sie jedenfalls überhaupt nicht mithalten. Das wäre in etwa so, als wenn ein Bundesligist eine Kreisliga-Mannschaft empfängt und 10:0 abfertigt.
Sogar die Charaktere im vierten Teil gefielen mir persönlich besser...

Fazit:
Ich bin kein Freund von Zensur, aber wenn die MPAA schon schneidet, hätte man hier den meisten Quatsch - vor allem im Mittelteil - auch noch wegkürzen können.
Das hätte den Film wesentlich spannender und vor allem KÜRZER gemacht :-)

4.5/10 (Tendiere aber eher dazu, abzurunden)

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