Review

Na ja, so übel ist der dritte Teil um das Kettensägenmonster und seiner kranken Familie nun wirklich nicht geworden.
Ist halt das Übliche, Leute von Außerhalb durchqueren Texas und werden von der Sawyer-Family terrorisiert.
Nachdem mich der zweite Teil ziemlich enttäuschte, nähert sich Regisseur Jeff Burr wieder dem Original, bringt zwar wenige neue Ideen, aber immerhin das, worauf sich der Genrefan freut…

Und eigentlich dürfte es keinen der Sawyer-Mutanten mehr geben, da nach offiziellen Berichten der letzte 1981 in einer Gaskammer verendete. Aber so ein Clan stirbt irgendwie nie aus und Leatherface kann ein weiteres Mal seine neue Kettensäge austesten.

Ryan und Michelle sind auf dem Weg nach Irgendwo und müssen dabei durch die Einöde von Texas, unterwegs geraten sie inmitten eines Polizeieinsatzes, bei dem soeben 60 bis 70 Leichen in einer Grube gefunden wurden.
Macht nichts, wenn der Killer noch nicht gefasst ist und auch der Rat des Hilfssheriffs „Es ist besser für sie, wenn sie durchfahren“ nicht viel bringt. Denn irgendwann benötigt auch der Mercedes von Papa ein wenig Benzin und alsbald begegnet man an der verlassenen und össeligen Tankstelle zwei Leuten des Clans.

Flucht, Verfolgung, Reifenwechsel bei Nacht und der erste Angriff von Leatherface mit seiner Lieblingswaffe. Kurz darauf gesellt sich Ken Foree zu den beiden, die sich wenig später im Haus der geisteskranken Sippe wieder finden.
Mit der Gewaltdarstellung wird nicht gespart: Nägel durch beide Hände, Kuss mit einem abgetrennten Kopf und blutige Wegschüsse von Finger und Ohr sind zu verzeichnen.
Immerhin.

Und ich zeige mich dankbar dafür, dass ein Ken Foree einen kleinen Helden spielen darf, der diese Funktion mit sichtlicher Spielfreude dankbar entgegen nimmt.
Die übrigen Darsteller sind auch nicht von Übel, da eine Michelle (Kate Hodge) besonders in der Opferrolle zu überzeugen weiß und sich als Scream-Lady ganz wacker schlägt.
Die Mitglieder der kranken Familie agieren ebenfalls schön widerwärtig, vor allem das Kind mit aufkeimender Vorliebe zum Sadismus weiß hier ein verstörendes Bild zu erzeugen, wie es auch dem Original entsprach.

Nee, es ist glücklicherweise herrlich krank geraten, das Jagen, Foltern und Zerteilen seitens der Killerfamilie. Hat man zwar schon beim Original bewundern können, aber Genrefans dürfte das zusagen, wenn´s auch nur ein ideenarmer Aufguss ist.
Zumindest mangelt´s nicht an Tempo und Leatherface am Sprachcomputer für Kinder ist ja auch schon was…
6,5 von 10 Punkten

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