Nach den zweiten Teil wollte Tobe Hooper ( Blutgericht in Texas ) einen Schlussstrich ziehen, daher war er beim Dreh von " Leatherface " nicht mehr beteiligt. Nur Kim Henkel blieb der Reihe treu. Als Regisseur wählte man den horrorerfahrenen Jeff Burr ( Stepfather 2, Night of the Scarecrow ). Dank unserer Zensurbluthunde, kam der dritte Teil nie bei uns in die Kinos. Auch musste der Film für ein R-Rating einiges an Federn lassen und eine offizielle DVD Auswertung hat es bis heute noch nicht gegeben.
Story:
Michelle ( Kate Hodge ) ist mit ihrem Freund durch die Wüste von Texas unterwegs um ein Auto zu überführen. Unterwegs haben sie einen Unfall und werden von einer kettensägenschwingenden Kreatur ( R.A. Mihailoff ) angegriffen. Zu Fuß fliehen sie durch die Wildnis, doch eine kannibalistische Familie, welche in der Nähe wohnt, will ihre Opfer nicht entkommen lassen. Michelle wird gefangen, gequält und ihr Freund grausam getötet. Michelle weiss, dass auch sie sterben wird und kann bald durch die Hilfe des Soldaten Ben fliehen und sich blutig an der Familie rächen.
Teil drei ist zwar der schwächste der Reihe, aber blanker Horror ist hier immer noch garantiert. Das Konzept wurde jedoch etwas verändert. Die Story ist fast die Selbe wie im Original, nur dass diesmal keine Teenies dran glauben müssen. Jeff Burr hat bei der Umsetzung gute Arbeit geleistet und bei den circa 80 Minuten Laufzeit keine Durststrecken entstehen lassen.
Der Horror beginnt sehr schnell und zieht sich dann bis zum harten Finale. Mit den Goreeffekten hält man sich etwas zurück, ein paar sehr blutige Einschüsse, hier und da mal ein Spritzer Blut. Der Terror geht hier nicht vom Gore aus, sondern von den sadistischen Spielchen, welche die Familie betreiben. Michelle bekommt Nägel in ihre Hände geschlagen, wird gedemütigt, während ihr Freund erst angesägt wird und dann mit einer seltsamen Vorrichtung totgeschlagen wird. Leatherface hat hier wesentlich mehr Screentime als in den Vorgängern und wirbelt hier mit einer noch größeren Kettensäge umher, auf der der passende Satz steht " The Saw is family ". Ansonsten gibt es einige Hetzjagden, kleinere Keilereien, aber es passiert ständig etwas. Die Familie selbst besteht wieder aus lauter Kranken und Perversen und sogar Großvater ist wieder mit dabei. Auch die Tatsache, dass ein kleines Kind bei dem Clan mitmischt, verunsacht ein sehr ungutes Gefühl. Bei der Spannung muss man im Vergleich zu den Vorgängern Abzüge machen, da einfach nicht mehr diese grandiose Intensität vorhanden ist. Der Film verfehlt zwar seine Wirkung nicht, ist brutal und sadistisch, aber es fehlt die Bedrohlichkeit und Grausamkeit der Vorgänger. Genau das Selbe gilt für den Score. Dieser untermalt den Schocker zwar passend, doch es fehlen die krummen, grausigen Sounds der Vorgänger.
Die Darsteller machen ihre Sache stets gut, wie zum Beispiel Kate Hodge als starke Frau, Viggo Mortensen als perverser Tex und auch R. A. Mihailoff als Leatherface erledigt seinen Part glaubwürdig.
Fazit:
Teil drei bietet nicht viel Neues und ist der Schwächste der Reihe. Doch man kommt ohne Umschweife zur Sache und man bekommt als Zuschauer den gewohnten, makabren Alptraum aus Blut, Sadismus und Grausamkeiten geboten. Spannung kommt auch auf, die Atmo ist düster und der Score stellt eine passende Untermalung dar. Die Darsteller sind glaubwürdig.
Wem schon die beiden Vorgänger gefielen, der kann sich auch an " Leatherface " erfreuen.