Review

Es war schon ein schweres Erbe das Jeff Burr mit dem dritten Teil des Texas Chainsaw Massacre übernommen hat. Allerdings ist er nicht komplett gescheitert.

Die Story ist simpel, nicht neu und schnell erzählt. 2 Persönchen sind mit dem Auto in Texas unterwegs, haben nach einer Begegnung mit einem seltsamen Ureinwohner einen Unfall und geraten daraufhin schnell an die Saw-Family.

Burr hat sicherlich keinen Meilenstein abgeliefert, aber schlecht ist sein Werk auf keinen Fall. Die Figuren sind erneut verrückt und geisteskrank wie es sich für die TCM-Serie gehört. Besonders interessant finde ich hierbei den noch relativ „normalen“ Viggo Mortensen, dessen Figur teilweise noch richtig Sunnyboy-like erscheint. Bereits hier sieht man seine ganz eigene Präsenz auf der Leinwand, die ihn dann viele Jahre später bei den „Ringe-Filmen“ zum Star machte. Genrefans freuen sich sicherlich Ken Foree zu sehen, welcher auch einen ganz ordentlichen Job abliefert, aber allerdings nicht glänzen kann.
Für alle Gorehounds hier die schlechte Nachricht:
Derartig drastische FX wie in teil 2 gibt es diesmal nicht zu bewundern. Die soll allerdings nicht heißen, dass wir hier einen Kinderfilm haben. Es wird gesägt, geschossen und genagelt, so dass man eigentlich keinen Grund hat sich zu beschweren (zumindest wegen zu wenig Blut).
Leider macht Blut die eine oder andere Durststrecke in Sachen Spannung nicht wett. Die Hetzjagd hätte ein wenig kürzer sein können, da man hier nichts Neues zu sehen bekommt und man das ganze irgendwo schon einmal besser gesehen hat (z.B. in TCM 1). Nachdem unsere Heldin jedoch in die Fänge der Family gefallen ist wird es „interessant“. Im Hause der Saw-Family herrscht Chaos und eine wunderbar morbid-geisteskranke Stimmung, die bei mir keine Langeweile aufkommen ließ.

Das Ende ist dann leider wieder eine Enttäuschung, da es mehr als unlogisch ist. Mir gefällt das ursprüngliche Ende um einiges besser, doch bei Testvorführungen fiel es durch.

Fazit:
Netter Film, der aber unter kleineren bis größeren Schwächen in der Story und ein wenig Leerlauf zu kämpfen hat, was bei der eh kurzen Laufzeit doch etwas verwundert. Der Showdown weiß zu gefallen.
Wirklich gutes Mittelmass und daher:
6 von 10

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