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Mittlerweile dritter Teil der Plattfuß Reihe, Teil vier kam ein Jahr später auf den Markt. Regisseur Steno bleibt weiterhin der Reihe treu, genauso wie Drehbuchautor Adriano Bolzoni. Wie schon der Erstling wurde auch "Plattfuß in Afrika" bei uns sehr stark geschnitten.

Von einem unbekannten Informanten wird Plattfuß Rizzo (Bud Spencer) zu einem Gespräch unter vier Augen an den Hafen gelockt. Der Informant wird leider ermordet, stammelte aber noch etwas von Diamanten und Afrika. Rizzo will die Sache nicht auf sich beruhen lassen und reist nach Afrika. Dort trifft er auf seinen ehemaligen Partner Caputo (Enzo Cannavale) und lernt auch den kleinen Bodo (Baldwyn Dakile) kennen. Zusammen kommen sie dem Schmuggler und Tierjäger Smollet (Joe Stewardson) auf die Schliche. Dieser veranstaltet öffentliche Safaris, um damit seine krummen Geschäfte zu verschleiern, doch Rizzo macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

Im Vorgänger durfte sich Plattfuß in Hongkong austoben, nun macht er sich auf nach Afrika. Auch diesmal wurde die Actionkomödie mit prächtigen Landesaufnahmen geschmückt. Man kommt sich teils wie in einer Tierdoku vor, es wurde immer vor authentischer Kulisse gedreht. Rizzo macht wirklich ganz Afrika unsicher, sogar in die Wüste verschlägt es den Hünen. Untermalt von einem prächtigen Score hinterlässt jedoch die stereotype Story einen faden Beigeschmack. Auch in den Vorgängern waren die Plots nicht originell, doch hier ist Bolzoni nicht wirklich viel eingefallen. Dies versucht man mit tollen Bildern, viel Humor und Action zu übertünchen, kann aber nicht eine Wendung präsentieren. Man weiss sofort wer der Bösewicht ist und zu allem Übel hat Caputo hier wesentlich mehr Screentime. Seine früheren Auftritte waren ja ganz witzig, doch ich komme mit seiner überdrehten Art nicht überein. Genauso der kleine Bodo, welche Rizzo nun am Hacken klebt. Ständig albert er mit Caputo herum und dieser kindische Humor geht dem Zuschauer schnell auf die Nerven. Rizzos Einzelgänge haben mir viel besser gefallen und im dritten Teil gibt es somit keinerlei ernste Szene mehr.

Nur Bud Spencer ist der Alte und gibt brauchbare Onliner von sich. Obendrein darf er sich wieder mit allerlei Gesindel prügeln, ganz besonders die finale Keilerei auf der Ranch hat es wirklich in sich, auch einen Wrestler darf Buddy plattmachen. Die restlichen Reibereien fallen alle etwas dürftig aus und sind nicht immer gut im Film verteilt. In einigen Sequenzen fehlt mir das Tempo, es kommt gerade in der Filmmitte zu einigen Durchhängern, wäre da nicht der kernige Buddy mit seinen brachialen Sprüchen, der wenigstens noch ein bisschen für Aufruhr sorgt. Durch den vielen, leider teils auch kindgerechten, Humor muss man mit null Spannung leben.

Es macht immer noch viel Spass Plattfuß bei der Arbeit zuzusehen, doch Caputo und Bodo nerven und die Story ist zu minimal. Die Kulisse ist prächtig ausgeleuchtet, der Score die perfekte Untermalung und der sympathische Bud Spencer macht erneut einen fabelhaften Job.

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