Review

Inhalt:

China..., in den Jahren nach der bürgerlichen Revolution. Che Kao (John Liu) war noch ein Kleinkind, als sein Vater (Wong Chi-Sang) wegen eines KungFu-Handbuchs nach einem brutal geführten Kampf von einem Mann (Cliff Ching Ching aka Cheng Ching) getötet wurde.
Seine Mutter (Wong Man-Chuen) wurde von diesem Mann vergewaltigt..., und starb unmittelbar nachdem sie missbraucht wurde.
Che Kao wurde vom Hausdiener seiner Eltern, Ah Chung (Hon Siu) gerettet und aufgezogen.

20 Jahre vergehen..., und Che Kao will den Tod seiner Eltern blutig rächen.
Dazu muss er sein KungFu unbedingt verbessern..., und  sucht einen Sifu. Meister Yen (Kwan Yung-Moon) wird sein erster Meister..., und dessen Tochter, die schöne Shaolan (Doris Lung Chun-Erh) scheint in Che Kao verliebt.
Der Hausmeister (Chin Ti) des Hauses, in dem das Training zwischen Yen und Che Kao stattfindet, ist ein sadistischer Tyrann, und er erhält von Che Kao einen körperlichen Verweis.
Che Kao und Ah Chung verlassen Meister Yen.

Che Kao hat dann 2 Sifus (Li Min-Chin, Wu Ma) zeitgleich..., und sein KungFu verbessert sich ständig, vor allem ist seine Bein-Technik exzellent.
Und der gutmütige Ah San (Wang Tai-Lang) wird zu Che Kaos treuem Gehilfen.

Schließlich findet Che Kao einen weiteren Sifu...., und dieser ist der Mörder seiner Eltern.
Ah Chung erkennt diesen Mann..., der Che Kao durch seine Schergen eine Falle stellen will.

Es kommt zum Showdown...., zum gnadenlosen Duell auf Leben oder Tod...!


Fazit:

Oje..., bei diesem Film kann man 2 Meinungen haben..., und je nach persönlichem Schwerpunkt 2 völlig unterschiedliche Bewertungen.
Die Synchronisation dieses Eastern ist derart lausig, derart grottenschlecht, dass man schon von einer Zumutung sprechen kann. Die Stimme die hier Kwan Yung-Moon geliehen wird, ist zwar ala Rainer Schöne, und auch John Liu wird bemüht synchronisiert, aber der Rest, oh Gott nein. Grunzend, blöd und koddrig, wenig professionell..., ja miserabel. Und das kann einem, wenn man nicht auf eine originäre Fassung zurückgreifen kann, schon an sich diesen Film verleiden.
Dazu ist der Streifen auf KungFu-Klamotte getrimmt, mit etlichen dämlich-eseligen Nebenfiguren und albernen, faden Gags..., da zieht es einem die Schuhe aus, Herrgott nein.

Also, wenn einem das schon alles verleidet, dann ist "Fighting Ace" natürlich ein schwacher Film, den sich nur hartgesottene Eastern-Fans antun dürften.
Für diese hat aber diese KungFu-Klamotte als Actioner seine Stärken...!
Zum einen ist diese sehr einfache aber geradezu klassische Storyline -Eltern des Helden werden getötet, dieser nimmt KungFu-Unterricht, begegnet dem Villain und es kommt zum Endduell- noch vom Aublauf her sauber und kohärent-routiniert in Szene gesetzt, die Ausstattung -zumeist Outdoor in einer taiwanesischen Movietown- überzeugt..., und die KungFu-Action ist größtenteils richtig geil.
Und es ist natürlich ein Eastern voller knackiger Ausbildungs-Sequenzen..., unterlegt mit der Supermusik von Ennio Morricone aus dem Italowestern "Der Gehetzte der Sierra Madre". Und "Fighting Ace" hat vor allem 3 Hauptstärken:

John Liu...., John Liu.... und.... John Liu...!

Denn dieser Darsteller..., eine der Legenden des Eastern, er hat eine atemberaubende KungFu-Technik, eine unglaubliche Körperbeherrschung, eine ungeheure Agilität und Intensität besitzend, ein Klasse-KungFuFighter, ein Martial-Arts-Superstar.
Seine Beintechnik ist fantastisch..., und wenn er hier fightet oder sein Skills beim Training zeigt, unterlegt mit dieser mitreißenden Musik..., dann ist das hier eine Klasse für sich.
Das rettet diesen Film, trotz dieser eseligen Figuren, der blöden Komik und der sauschlechten Synchronisation (eine originäre Fassung -zumal auch weniger holprig wie teilweise hier im Schnitt- wäre wohl höher zu bewerten).

John Liu..., hier mehr Fighter als Darsteller, als letzterer bemüht, als Kämpfer hier fulminant, ja sensationell gut. Er agiert gegen die Schwächen, fast als wenn es sie nicht gäbe, eine emotionsarme Performance als Schauspieler, als Fighter besticht er um so mehr.
Überzeugen können noch Kwan Yung-Moon und Li Min-Chin als Sifus..., die ja auch im Verbund mit John Liu die Ausbildungs-Szenen mittragen..., und Wu Ma als Sifu so ein bisschen ala "Drunken Master" sorgt für eine kleine Nuance.
Cliff Ching Ching (aka Cheng Ching), deutschen Eastern-Fans vor allem in seiner Rolle des "Ta Ko Kan" in "Der Todeshammer der Shaolin" (siehe mein Review auf dieser website) bekannt, kann als bärbeißig-brutaler Villain auch noch ein bissel brillieren.

Doris Lung Chun-Erh ist in einer kleinen Rolle etwas unterfordert, doch niedlich anzuschauen und tapfer.
Der Rest..., ohje..., eselige und peinliche Figuren, die für die maue Komik sorgen müssen..., das man fast das Bildschirmgerät ausmacht.
Dabei ist der Cast mit John Liu, Doris Lung Chun-Erh und Wu Ma doch interessant, und die Eastern-Fans horchen da auf..., mir ging es jedenfalls so.

Klar das Stärkste an "Fighting Ace" sind die Ausbildungsszenen, und die Fights..., klassische Techniken, hochintensiv und dynamisch..., und die unfassbare Körperbeherrschung John Lius, alles untermalt von dieser tollen Musik.
Nur das allein, ist es Wert, sich diesen Eastern anzusehen..., wenn wohl auch nur ein mal.
Das letzte Viertel ist  KungFu-Action total... und lässt einen die Schwächen dieses Eastern denn fast vergessen...!

So kann sich "Fighting Ace" ("Der Vollstrecker der Shaolin"), der ja originär nichts für die größtenteils unzumutbare Synchronisation kann, noch sehr knappe 6/10 Punkte in meiner Bewertung erfighten.
Dieser Eastern ist auf der John Liu-Box Vol.3 des Labels "MIG" enthalten, als "Deutschland Premiere", daher wohl die Synchronisation, die man aber leider einem Billig-Studio überließ.

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