Review

Kettensägen-Splatter?
Weit gefehlt!

Wer hier von greifbaren Gerüchten motiviert ein Splatterwerk erwartet, wird sehr stark enttäuscht sein.
Dieser Film ist ein purer Terror- und Psychofilm!
Die Story ist so einfach wie genial in Szene gesetzt worden. Die Darsteller liefern alle eine annehmbare Leistung ab. Die bedrückende Sommeratmosphäre im amerikanischen Texas ist jederzeit für den Zuschauer spürbar. Langsam wird die Spannung aufgebaut bis zum Thrill. Verstörende Bilder von Leichenschändung und absurden Tierknochen-Konstruktionen prägen sich ins Hirn des Sehers ein. Und dann als "Leatherface" zum ersten Mal auftritt, beginnt der Terror erst so richtig und der Film kommt klasse in Fahrt. Verfolgungsjagden und Wahnsinns-Terror stehen hier deutlich im Vordergrund. Von Gewaltexzessen - wie der Titel suggeriert - fehlt hier jede Spur. Die Gewalt ist jederzeit vorhanden, kommt aber subtiler über den Bildschirm rüber, als geglaubt. Atmosphäre und Panik pur sind hier angesagt. Ein extremer Spannungsbogen, der locker bis zum nervenzerfetzenden Finale durchhält.
Fazit: Ja, dieser Film hat Filmgeschichte geschrieben. Durch Verbote, durch Schnitte und durch Mundpropaganda wurde das Kleinod des Terrors hochgepuscht! Was nach 30 Jahren übrigbleibt, ist ein handwerklich und stilistisch wirklich eindrucksvoller Horrorthriller, bei dem der Thrill eindeutig punktet. Wer keine "Matsch-Orgie" erwartet, wird hier sehr gut bedient.

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