Lose basierend auf dem Fall des perversen, zurückgebliebenen Frauenmörders Ed Gein schufen Tobe Hooper und sein Team 1974 mit begrenzten finanziellen und technischen Mitteln, aber hartgesottenen und engagierten Schauspielern einen verstörenden Horrorfilm mit satirischen (allerdings wenig komödiantischen) Elementen, der das Idealbild der US-amerikanischen Familie und die Hinterwäldler in den Südstaaten gleichermaßen aufs Korn nimmt. Ohne sonderlich viel Blut zu verspritzen und unter gänzlichem Verzicht auf Splattereffekte schafft „The Texas Chainsaw Massacre“ eine morbide, unbehagliche Atmosphäre und wartet mit sorgsam platzierten Schocks auf. Die detailverliebt ausstaffierten Sets, die realistische Optik des Films und nicht zuletzt die wirkungsvollen Masken, allen voran natürlich die Leatherface’, fesseln den Zuschauer, der, hat er sich erst einmal darauf eingelassen, zum ohnmächtigen Zeugen der Umtriebe der debilen, kranken texanischen Familie wird, als säße er selbst hilflos am Esstisch. Hoopers „Texas Chainsaw Massacre“ gilt bis heute unter Genrefans zurecht als sein bester Film und wurde wegweisend für den Horrorbereich. Ein Original eben.