Als Chong auf dem Weg zum Gericht befreit und nach San Francisco gebracht wird, reißt Tarek Richards mit seiner Ex-Partnerin Linda Masterson ihm hinterher. Sie wollen nicht nur ihn, sondern auch einen Waffenhändler, dem sie auf der Spur sind, wieder verhaften. Doch beide nehmen dort an einem mysteriösen Turnier teil, in das auch Tarek bald verwickelt wird.
Es gibt vieles, was ich mal wieder an Tigerkralle 2 nicht verstehe. Da wäre zum Beispiel die komplette erste Halbzeit. Wofür ist die jetzt gebraucht worden. Mehr als das alle Beteiligten sich in San Francisco versammeln und zwei wenig großartige Shootouts gibts da nicht zu bewundern. Irgendwie eine ellenlange Einleitung ohne viel Nutzen oder Schauwerten. Und wozu dient eigentlich dieser Dungeon in den alle Kämpfer gehasselt werden? Bis auf ein oder zwei Unglückliche treffen sich alle wieder und das eigentliche Turnier startet erst. Wirklichen Sinn ergibt das genau so wenig wie das mystische Brimborium mit Energieschlägen und dem Pfad in die Vergangenheit, der auch nur dazu gut ist um Bolo Yeung und seinem Meister einen würdigen Abgang zu verschaffen.
Neben diesen eher unsinnigen Aktionen gibt es immerhin, sobald das große Tournament startet, quasi 30 Minuten nonstop von dem, weswegen die Zuschauer gekommen sind, nämlich Kloppe am Stück. Viele Stilvarianten werden präsentiert und die Kämpfer haben durchgehend was auf dem Kasten. Schade nur das der charismafreie Holzpfosten Jalal Merhi die meiste Screentime und Fights bekommt. Handkanten schwingen kann er ja, aber Schauspielkunst und Ausstrahlung sind etwas das anderen passiert.
Cynthia Rothrock und Bolo Yeung werden dagegen leider völlig unterfordert. Sie haben entweder nur einen kurzen Fight gegen Ende bzw. sekundenkurze Kämpfe zu bestreiten. Da hätte von mir aus die Gewichtung deutlich besser verteilt werden müssen (wenn schon Yeung in einer Szene mit bloßen Händen die Pommes aus der Fritteuse holt, so eine harte Sau will man doch länger sehen).
Bleibt ein recht uninspirierter Mix aus Kriminaldrama, Turnierfilm, Eastern und dazu noch ein Schuß Fantasy, der trotz aller Mängel und übersichtlichem Budget noch ganz gut unterhält. Ein Trashpunkt in der Wertung ist sicher mit dabei.
6/10