Cat Stevens (Terence Hill) will die Bewohner eines Goldgräberstädtchens von erpresserischen Ausbeutern befreien, muss aber nach einer schweren Verwundung zunächst Zuflucht bei einem Wanderzirkus suchen. Als seine Verfolger einen jungen Trapezkünstler (Maurizio Manetti) abknallen, schließen Revolverhelden und Gaukler sich gegen die Unterdrücker zusammen…
Der über weite Strecken ungewöhnlich nah fotografierte, nach den Prinzipien der Attraktionsmontage geschnittene Italowestern stellt seine puristischen filmischen Mittel ganz in den Dienst einer surrealen antikapitalistischen Fabel, in der kleinwüchsige Clowns, gutmütige Artisten und rechtschaffene Draufgänger eine schlagkräftige Außenseiterallianz gegen die geldgierige Obrigkeit bilden. Sie nutzen die nur scheinbar harmlose Zerstreuungsstätte des Zirkus als gesellschaftlich geduldetes Lager der Subversion, um im Schutz des Manegenschabernacks – ganz nach dem Vorbild Hamlets, der sich in ähnlicher Weise die strategischen Vorzüge der freiwilligen Tollheit zunutze zu machen verstand – Unrecht zu entlarven und Fesseln zu sprengen. Ein verblüffend eigenständiger, künstlerisch ambitionierter Western, der mit reduzierter Handlung und lustvoll ausgekosteten Nummern ebenso vergnüglich wie klug unterhält.