Der Taugenichts Alan schleicht sich, nachdem er seine letzte Kohle beim Pferderennen verwettet hat, auf das Boot des gemütlichen Dicken Charlie, der kurz davor ist, im Rahmen einer Werbeaktion für den Marmeladen-Fabrikanten Puffin in See zu stechen. Erst mitten auf dem Meer geht Charlie ein Licht auf, dass er einen blinden Passagier an Bord hat, der ihm nicht nur die Vorräte wegfrisst, sondern auch den Kurs in Richtung einer vermeintlich unbewohnten Insel manipuliert, wo laut einer Karte, die Alan von seinem versoffenen Onkel Brady erhalten hat, ein Schatz in Millionenhöhe vergraben liegen soll. Irgendwann gehen beide über Bord und stranden auf dem besagten Eiland, wo sie zu ihrer Überraschung aber nicht nur auf einen freundlichen Eingeborenen-Stamm treffen, sondern auch auf den japanischen Soldaten Kamasuka, der das Ende des zweiten Weltkriegs nicht mitbekommen hat und seit über 35 Jahren in einem Fort die Stellung hält... und dort tatsächlich mehrere hundert Millionen US-Dollar hortet, die die Army bei ihrem Abzug einst zurückgelassen hatte. Alan und Charlie scheinen endlich das große Los gezogen zu haben, doch bleibt die Frage offen, wie man die Kohle nun wieder von der Insel kriegt. Erschwert wird das alles noch durch einige Piraten, die die Eingeborenen terrorisieren, sowie einige üble Gangster-Typen, die Alan bis auf die Insel gefolgt sind... und die nun kräftig per Dampfhammer-Schelle 'nen neuen Scheitel gezogen bekommen... Selbst im Vergleich zu den übrigen Spencer/Hill-Vehikeln, die Handlungs-mäßig schon allesamt nicht besonders gut bestückt sind und denen jede Ausrede recht gewesen ist, um die üblichen Keilereien und Comedy-Einlagen aneinanderzureihen, zeichnet sich "Zwei Asse trumpfen auf" noch durch eine auffällige Plot-Befreitheit sowie eine recht dreiste Nonchalance aus, mit der die Geschichte sinnbefreit und fernab jedweder Realitäten von Szene zu Szene getrieben wird. Das ist allerdings kein wirklicher Vorwurf meinerseits und gereicht dem Streifen auch definitiv nicht zum Nachteil, denn immerhin wird auf die Art sichergestellt, dass da die Highlight-Momente in schneller Folge auf den Zuschauer niederprasseln und die Fans des Duos wie erhofft gut bedient werden. Langweilig ist das alles trotz des bewusst dünnen Inhalts keinesfalls geworden, denn dazu hällt einen die deutsche Gaga-Synchro mit ihren Knaller-Sprüchen doch zu sehr bei der Stange, während die Paradiesinsel-Kulisse zur Abwechslung mal echtes Urlaubs-Feeling verbreitet. Als locker-flockige Abenteuer-Komödie ist "Zwei Asse trumpfen auf" "Django"-Regisseur Sergio Corbucci zudem wesentlich leichter von der Hand gegangen als seine vorhergehender, nur mittelmäßiger 1978er-Spencer/Hill-Streifen "Zwei sind nicht zu bremsen" oder das doch erschreckend schwache Terence Hill-Solo-Vehikel "Der Supercop" aus dem Vorjahr. Ernstzunehmen ist die Chose natürlich keinesfalls, weswegen man sich weder von der übertrieben naiven Darstellung des Baströckchen-Inselvölkchens noch den Ledertucken-Outfits der Seeräuber-Mischpoke - die heutzutage wohl nicht mehr so gänzlich astrein rüberkommen (drauf gepfiffen!) - ins Bockshorn jagen lassen sollte. Okay, zugegeben, um den besten Beitrag des Duos handelt es sich hierbei sicherlich nicht, aber für mich ist "Zwei Asse trumpfen auf" auch nach Jahrzehnten voller TV-Wiederholungen immer noch rewatchable und mächtig unterhaltsam. Fazit: Filmisches Seelenfutter und damit einfach 'ne ganz sichere Bank.
8/10