Zwei Missionare
Prügelspaß mit „Spencer“ und „Hill“ gewohnt gut …
Zwei Missionare sind „Pater Pedro“ (Bud Spencer) und „Pater Blauauge“ (Terence Hill), die es dieses mal nach Venezuela verschlagen hat. Vom Oberhaupt der katholischen Kirche haben sie den Auftrag erteilt bekommen die im Urwald lebenden Eingeborenen dem christlichen Glauben näher zu, bringen. Dieses machen sie aber wie üblich nicht auf Konventionellem weg und haben da ihre eigenen Methoden. Statt auf religiöse Dogmen zu pochen, gestattet man auch heidnische Symbolik durchgehen zu lassen. Wichtiger für die Beiden ist es, das die Armen mehr zu Essen haben, denn mit vollen Bäuchen betet es sich besser. Um dieses wohl zu ermöglichen, handeln die beiden mit Pfeffer und Papageien.
Gouverneur „Marches Gonzaga“ (Robert Loggia) hat mit den Holländern, Spaniern und Franzosen ein Handelspakt beschlossen, der für die Arbeiter und Kleinhändler sehr ungerecht ausgeht. Das gefällt unseren Missionaren mal so gar nicht und der erste Konflikt ist freigegeben, in dem „Pater Pedro“ und „Pater Blauauge“ mehr Geld für ihren Pfeffer haben wollen. In gewohnter Scheitelzieher Manier beginnt nun der Prügelspaß. Während die Prügelei noch im vollen Gange ist, haben in der Zwischenzeit Handlanger des Gouverneurs, das Boot der beiden Missionare in Brand gesetzt, so das eine Flucht aus Maracaibo vorerst nicht möglich ist. Doch gerissen, wie die beiden moderat Anarchisten sind, berauben sie den Bischof (Jacques Herlin) und betreiben Glücksspiel, um zu neuen Waren und einem Boot zu kommen, das noch nicht abbezahlt ist.
Doch zu früh gefreut, der Bischof hat angeordnet, dass die Beiden in ein Kloster geschickt werden sollen, um zu spiritueller Besinnung zu finden, doch schon beim Thema Fasten/Essen geht etwas schief. Im Kloster befreien sie drei zu Tode verurteilte Sklaven und können mit ihrem Boot entkommen und zurück in den Urwald kehren, wo sie von den Eingeborenen schon herzlichst erwartet werden. Doch zuvor kloppt „Pater Pedro“ „Pater Blauauge“ erst mal über Bord, als er erfährt, dass „Pater Blauauge“ in Wirklichkeit ein Ex-Knacki ist und den Missionarstitel nur zum Selbstzweck missbraucht.
Auf der Insel wartet schon der nächste Ärger, den hier wird der raue aber liebherzige „Pater Pedro“ dafür angeklagt und seines Amtes entzogen, da er sich mit den Eingeborenen gleichstellt und ihnen den Hunger stillt. So beschließt er „Pater Blauauge“ der jetzt aufgestiegen ist, zum Monsignore aufzusuchen. Gemeinsam betreuen sie jetzt im Dschungel eine kleine Gemeinde von 40 befreiten Sklaven, brauen Bier und brennen Schnaps und leben bei herrlichem Sonnenschein in den Tag hinein …
Auch wenn die Story bei diesem Film etwas konfus geraten ist, hat man es mit einem gewohnt guten „Spencer“ und „Hill“ Film zu tun. Es erwarten einen flotte Sprüche, schönes Panorama, die typischen Prügeleien und jede Menge Spaß. Natürlich auch wieder mit dabei und auf der Seite der Halunken, der gute alte „Riccardo Pizzuti“. Was man noch anmerken muss, ist die Message bei dem Film, die für „Spencer“ und „Hill“ eher ungewöhnlich ist. Ernste Themen wie Sklaverei, Todesstrafe und kirchliche Dogmen mit Humor und Hau drauf Methoden zu verschmelzen ist schon ein gewagtes Spiel. Doch „Franco Rossi“ der hier Regie geführt hat, hat dies souverän in Griff bekommen in der Umsetzung.
Für das Fernweh sorgt diesmal die kleine verträumte Küstenstadt Maracaibo in Zulia Venezuela. Musikalisch gibt es wie gewohnt von Guido & Maurizio De Angelis alias Oliver Onions was zu hören mit einem Titel, der gut zur Umgebung passt.
Alles im Allem ein typischer „Bud Spencer“ und „Terence Hill“ Film, der zwar eine konfuse Story hat, aber eine gewisse Atmosphäre aufbaut. Es macht Spaß den beiden zuzuscheuen.
Fazit:
Nette Unterhaltung ohne viel Anspruch zum Berieseln. Der Film macht Laune und überzeugt. Für „Spencer“ und „Hill“ Fans, sowieso absolutes Pflichtprogramm von mir gibt es für Zwei Missionare 7/10