Der Marine-Agent Johnny Firpo erhält von seinem Vorgesetzten den Auftrag, den illegalen Casino-Betrieb des Gangsters Caramboulis auszuheben. Mittels einer List versichert er sich der schlagkräftigen Unterstüzung seines Bruderherzes, des LKW-Fahrers Charlie, und gemeinsam geben sie dem kriminellen Gesocks ordentlich eins aufs Dach... Auch wenn er einem damals in Kindertagen zusammen mit all ihren anderen lustigen Prügel-Streifen sicherlich ebenfalls den einen oder anderen Nachmittag versüßt hat, muss man rückblickend betrachtet doch zugeben, dass es sich bei "Zwei sind nicht zu bremsen" nicht wirklich um ein Highlight im filmischen Schaffen von Bud Spencer und Terence Hill handelt... da hilft auch keine rosarote Nostalgie-Brille mehr! Okay, ein paar Pluspunkte kann die Angelegenheit natürlich schon auf der Haben-Seite für sich verbuchen: Die Original-Drehorte in Miami liefern wie bereits im Vorjahr in "Zwei außer Rand und Band" eine ansehnliche Kulisse für die wacky antics des Duos, der Oliver Onions-Score ist penetrant ohrwurmelig wie eh und je (für mich aber trotzdem einer der schwächeren) und den einen oder anderen guten Spruch hat die Synchro (obwohl diesmal nicht von Rainer Brandt) ja schon auf Lager, so isses nicht. Die dürftige Ausrede für eine Handlung, innerhalb derer die üblichen Keilereien abgespult werden, verdient dieses Mal allerdings selbst im Vergleich mit den vorhergehenden Hau-drauf-Filmchen noch das Prädikat "Besonders blödsinnig" und anders als bei "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle", "Zwei Missionare" oder "Das Krokodil und sein Nilpferd" stellt sich das Gefühl, dass es hier tatsächlich um irgendetwas von Belang gehen würde, leider zu keiner Zeit ein. Insgesamt generiert "Zwei sind nicht zu bremsen" für harte Fans zwar noch ein ausreichendes Maß an Entertainment, aber die immergleiche Masche leiert hier bereits ein wenig aus. "Zwei Asse trumpfen auf", die nachfolgende Spencer/Hill-Kollaboration mit "Django"-Regisseur Sergio Corbucci von 1981, da doch der sehr viel bessere und darum auch zu Recht wohlgelittenere Film.
6/10