Review

Thomas Fox wird von einem reichen Geschäftsmann angeheuert, dessen in Europa verschwundene Tochter Susan zu finden. Widerwillig nimmt Fox den Job an, reist nach Frankreich und Italien und stößt dort auf unerwarteten Widerstand.


Irgendwie mag ich Fred Williamson, aber wirklich gut ist er doch nur als Supporting Cast. Ist er der Headliner und inszeniert sich obendrein noch selbst, wie hier bei Foxtrap, passt kaum noch etwas zusammen.

Williamson dreht in Cannes (obwohl anfangs im Film immer von Paris die Rede ist), Rom und Los Angeles und dabei fühlt sich die Chose an wie ein Urlaubsvideo, in dem „Da Fox“ diverse Anzüge zur Schau trägt, beständig auf einer riesigen Zigarre herumkaut, als wolle er damit etwas kompensieren, Sprüche klopft und sich durch einen belanglosen Plot, der aus klischeehaften Motiven aus Privatschnüfflerfilmen und Eurocrime hangelt. Was bei anderen Williamson-Filmen noch als entspannter 80er-Charme durchgeht, rutscht hier in uninspirierte Selbstbeweihräucherung ab: Fox darf cool aussehen, bekommt Prügel, bleibt aber cool, nur macht er einfach nichts draus.​ Stattdessen werden wir mit ellenlangen, belanglosen Einstellungen geplagt, wenn z. B. ein Trupp Gangster eine Lagerhalle durchschreitet, von vorn bis hinten. Gähn!


Und actionseitig ist das auch noch ein ziemlich lahmer Vertreter seiner Zunft. Über weite Strecken gibt es nur ein paar vollkommen belanglose Prügeleien, die spannungsfrei runtergekurbelt werden und aussehen, als hätte man sie ohne Choreografie einfach mal „laufen lassen“. Das ist ungefähr Columbo-Niveau, nur haben dessen Stories erheblich mehr zu bieten. Die Regie wirkt durchweg lustlos, außer bei der Selbstinszenierung. Die Story plätschert ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin, Wendungen kommen ohne Wucht, wobei der große Twist tatsächlich weniger vorhersehbar war, als der gesamte Rest, und das Pacing war woanders im Urlaub. Selbst die obligatorische Schießerei im finalen Lagerhaus ist so banal inszeniert, dass sie das vorherige Gähnprogramm nicht im Ansatz rausreißt – Standard-Ballerei ohne Einfälle, ohne Härte, ohne Druck. Aber Foxy bleibt cool und gerät quasi nie in ernsthafte Gefahr.


Spannungsfreier, einfach nur langweiliger Actioner, der außer ein bisschen 80er-Flair und Fred Williamson im Anzug kaum etwas bietet. Lahme Story, lahme Regie, ein paar lahme Prügeleien – und ein Finale, das zu banal ist, um dem Ganzen noch irgendwie Profil zu verpassen. “Gähction” zum Vergessen.

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