Da ist ein schwerwiegender Fehler bei der Vermarkutung von The Faculty geschehen, denn irgendwie geriet dieser Film in die Teeny-Slasher-Scream-Mühle und ging unter wie Blei, nachdem die meisten Kritiker ihn als weiteren, allmählich öden Beitrag zu einer Welle von Filmen zu Grabe trugen.
Dabei hätte gerade dieser Streifen ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt, denn allein Robert Rodriguez als Regisseur bürgt seit "From Dusk till Dawn" doch nun wirklich für Qualität.
Inhaltlich kann man es auf die Formel "Invasion der Körperfresser" meets "The Breakfast Club" zusammenschrumpfen lassen und liegt fast tatsächlich fast völlig richtig.
Die Invasion von sich in Körpern versteckenden fiesen Aliens an einer typischen Highschool irgendwo in USA ist garantiert Fifties-style inszeniert mit etwas vergröbertem Nineties-Humor verbrämt. Da sich in Kürze die meisten Schüler extrem seltsam benehmen, findet sich bald eine sechsköpfige Gruppe von Schülern zusammen, aus jeder Klasse (Freak, Sportler, Underdog etc.)einer, um den Kampf gegen die Invasoren aufzunehmen.
Zwar als Sci-Fi angelegt, interessiert der Film vor allem über seine Charaktere und ihr Umgang miteinander, ein Kniff, der schon dem Frühstücksclub qualitativ weiterhalf. Garniert wird das Geschehen regelmäßig mit ordentlichen Effekten und einer netten Prise Splatter, abgerundet durch reichlich Paranoia, der Verräter könnte schon in der Mitte der Gruppe sein (was ja auch stimmt).
Rodriguez inszeniert wie immer knallbunt mit einigem Augenzwinkern (auch für kräftige Lacher ist gesorgt), vergißt jedoch nicht, dem Treiben die nötige Tiefe zu geben, damit den Zuschauer das alles nicht allzu kalt läßt. Damit ist er einer der wenigen Leute, die Comic, Action, Phantastik und Komödie brauchbar zu einem großen Ganzen verkochen können, ohne daß es an die Substanz geht.
Fazit: Der perfekte Film für den Videoabend mit Freunden, brauchbar für jeden, der schon fast alles oder gar nichts gesehen hat. (8/10)