Ende des zweiten Weltkriegs werden deutsche Soldaten in einem ehemaligen Konzentrationslager unter internationaler Aufsicht in Gewahrsam genommen. Trotz der Kapitulation versuchen die Deutschen, die alte Ordnung aufrecht zu erhalten, und verurteilen zwei Fahnenflüchtige zum Tode. Der kanadische Lagerleiter (Richard Johnson) will die Hinrichtung verhindern, muss selbst aber gegen seine Befehlsgeber ankämpfen…
Ein Kriegsfilm, der unter Berufung auf eine wahre Begebenheit ein ungeheuerliches Vorkommnis unbeirrt bis zum bitteren Ende durchprotokolliert. Die Schilderung der Figuren und ihrer Handlungsweisen gelingt erfreulich nüchtern und vorurteilsfrei; schauspielerisch und handwerklich erweist der Film sich als angenehm zurückhaltend und souverän. Die minuziöse, an vielen Einzelheiten interessierte Erzählweise verstellt mitunter allerdings den Blick auf die universelle Erkenntnis, dass die einmal in Gang gesetzte Kriegsmaschinerie ihre vernichtende Arbeit auch nach Kriegsende und gegen die friedvollen Absichten der Sieger weiter verrichtet. Vielleicht hätte Giuliano Montaldo die Wirksamkeit seines Filmes steigern können, wenn er sich getraut hätte, die Geschichte entschiedener vom konkreten historischen Ereignis abzulösen und auf eine ins Allgemeine weisende Perspektive auszurichten.