Review

Ich weiß gar nicht recht wo ich bei dieser "Filmperle" anfangen soll. Grundätzlich geht es um die Eröffnung eines neuen Atomkraftwerks. Als man dieses ans Netz bringt versagen die Sicherheitsvorkehrungen und es droht eine atomare Katastrophe. Vorboten hierfür sind heftge Erdbeben die die halbe Stadt und das Kraftwerk zerstören.

Hm ich denke mal das reicht als Inhaltsangabe, denn viel mehr passiert einfach nicht. Irgendwo in Kanada haben sich 2 Produzenten gedacht: Erdbeben hatten wir schon lange nimmer und kaputte Kraftwerke (selbstverständlich in Russland, wie originell) in Filmen gabs auch schon lange nicht mehr, also was machen wir? Wir nehmen beides und zaubern daraus einen Katastrophenreisser. Hoi, tolle Idee. Also eine Katastrophe ist es geworden. Gratulation. Was hier an genreüblichen Klischees verbraten wurde geht auf keine Kuhhaut. Selbstverständlich ist der zuständige Mann aus L.A. der Exmann der Sicherheitsbeaufragten, der Sohn wünscht sich ein Motorrad, die Eltern verbieten es, doch dann rettet er die Schwester, und massgeblichen Anteil daran hat? Naaa? Jaaa ein Motorrad. Hach wie originell. Dazu kommen noch "geschliffene" Dialoge die einem die Fußnägel aufrollen lassen. Kleines Beispiel gefällig?

Eingeschlossener Mann: "Öffnen Sie die Tür"
Nicht eingeschlossener Mann: "Ich öffne die Tür"
Eingeschlossener Mann 2 Sekunden später: "Öffnen Sie die Tür"
Nicht eingeschlossener Mann: "Die Tür läßt sich nicht öffnen". Das riecht nach Oscarmoninierung fürs beste Drehbuch.

Oder:

Frau liegt in der Ubahn, blutüberströmt und kann sich kaum bewegen, die als "Retterin" auserchorene Schülerin, die selbstverständlich bei Ihrer Lehrerin eher nicht beliebt ist, aber diese jetzt retten soll fragt: "Sind Sie verletzt?" Das ist in etwa so als würde ich einen krebskranken im Endstadium fragen, wohin er in 5 Jahren in Urlaub fährt.

Überhaupt ist der Abschnitt in der U-Bahn der amüsanteste (wohl gemerkt, es handelt sich hierbei um keine Komödie). "hilf mir" stammelt die Lehrerin in einem durch. Die Schülerin daraufhin "Ich habe eine Idee, ich bin gleich wieder da", Antwort der Lehrerin: "Nein geh nicht weg". Ja was denn jetzt Du blöde Kuh? Soll sie dir helfen oder nicht oder nur dabei stehen und Händchen halten?

Auch nett:

Junge auf Motorrad will Schwester in UBAHN retten, die Polizei verfolgt ihn weil er zu schnell fährt!!! Während die Evakuierung der Stadt eingeleitet wurde und die U-Bahn komplett eingestürzt ist, verfolgen die ihn wegen Geschwindigkeitsüberschreitung!!!!

Halllllooooo? Wollt ihr mich denn komplett verarschen?

Tibor Takacs, der in seiner Filmographie immerhin einen Kulthorrorstreifen mit "The Gate", der ersten Rolle von Stephen Dorff ,aufzuweisen hat, scheint dringend Geld nötig zu haben, ansonsten wüßte ich nicht, wieso er so einen Mist dreht. Oder sollte mir der künstlerische Aspekt dieses Extreme-Low-Budget-Dauerschrotts entgangen sein?

Die durchweg grottenschlechten Schauspieler (falls man das so nennen kann) vervollständigen das Schreckensszneraio. Allerdings das des ahnungslosen Zuschauers der glaubt hier zumindest solide Actionkost geboten zu bekommen. Wenn man sich aber irgendwann damit abgefunden hat, das die 3 EURO Verleihgebühr weg sind und es auch keine Rückerstattung geben wird, könnte der Film sogar Spaß machen, denn er ist wirklich so blöd, das er teilweise den beknacktesten Horror-Trash überbietet.

Und jetzt mach ichs auch noch spannend: Ich verrate den Ausgang des Films nicht, gemein gell? Der ist in etwa so offen wie ein Fussballspiel zwischen Brasilien und Tibet...noch Fragen?

2/10

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