„Lawinen – Der weiße Tod“ist der bisher letzte Beitrag aus der „Nature unleashed“-Reihe und kann mit soliden Mitteln für durchschnittliche Unterhaltung sorgen.
Dubrov ist ein kleines unerforschtes Skigebiet im Ural.Hier arbeiten die Brüder Thom und Jock.Nachdem sie mit ihren Schneemobilen eine kleine Lawine ausgelöst haben,weckt das bei der Klimaforscherin Katya höchste Alarmbereitschaft.Sie stellt fest,dass schon bald eine noch viel gewaltigere Lawine das ganze Dorf überrollen wird,doch einige einflussreiche Leute wollen der Gefahr partout nicht ins Auge blicken.
Regisseur Mark Roper,der bereits den „Unleashed“-Beitrag „Volcano“ ablieferte,hat mit recht einfachen Mitteln einen unterhaltsamen Katastrophenfilm geschaffen.
Die gezeigten Lawinen wurden ordentlich in Szene gesetzt,jedoch ohne dass der Zuschauer die brachiale Gewalt dahinter in seinen zerstörerischen Folgen erlebt-
Etwas mehr Chaos und Wucht wären angebracht gewesen,um die tatsächliche Bedrohung etwas realistischer darzustellen.Eventuell hätten einige Panoramafahrten über schneebedeckte Landschaften das Gesamtbild etwas abgerundet.
Durch eine kleine Vorgeschichte der Brüder ergibt sich zumindest handlungstechnisch noch eine gewisse Dramaturgie,die die ansonsten klischeebeladene Story ein wenig aufpoliert.
Spannungsmomente kommen zwar immer mal wieder auf,hätten aber durch schnelleren Szenenwechsel und rasantere Kamerafahrten noch wesentlich besser ausfallen können.
Bleibt ein solides Machwerk,das zwar nicht mit monströsen Effekten aufwarten kann,aber in seinem Rahmen gut unterhält.
5 von 10 Punkten