Allen Erwartungen entsprechend, legt Nu Images Studiohure Mark Roper („Warhead“, „Human Timebomb“) auch mit „Nature Unleashed: Avalanche“ einen furchtbar langweiligen Katastrophenfilm hin, der sich nur unwesentlich vom Rest der Discount-Reihe abhebt. Ihn typischerweise auf RTL 2 zu verramschen, war also keine schlechte Idee.
Das Filmteam verschlägt es wieder einmal nach Bulgarien beziehungsweise das fiktive Erholungsgebiet Dubroz, das nur vom Tourismus lebt. Der Berg will da aber nicht mitspielen und schickt immer größere Lawinen gen Tal, wo allerhand bekannte Stereotypen mit den typischen Klischeeplots einhergehen, die so ein ideenlos zusammengeklaubter Film zwangsläufig mit sich bringt. Der Bürgermeister will von der drohenden Gefahr nichts wissen, weil er um die Knete der Touristen bangt, zwei Hallodris bauen viel Mist, ein bis zwei Love-Stories sind auch mit von der Partie und darüber baumelt das Damokles-Schwert, das in unspektakulären Effektszenen mal ein paar Touristen unter sich begräbt, Häuser umwälzt oder bedrohlich quiekt (!!).
Überaus gemächlich plätschert die Handlung vor sich hin und gehen die unauffälligen Darsteller ihren ausgewiesenen Plotfasern nach, bis dann zwischendurch Rettungsmaßnahmen ausbrechen, die große Liebe gerettet werden muss oder mal in der zugegeben schicken Landschaft geschwelgt wird.
Weil das müde Treiben aber unter merklicher Budgetknappheit entstand, deshalb völlig leidenschaftslos abgedreht wurde und keinerlei Gründe liefert, die ein zweites Ansehen rechtfertigen würden, muss man als Zuschauer schon an sich halten, um nicht der Versuchung zu unterliegen hastig vorzuspulen.
Fazit:
Der übliche Schmu halt. Auch “Nature Unleashed: Avalanche“ ist nur der bekannte Schund von Nu Image. Als Katastrophenfilm gänzlich untauglich, verschwindet der Film tief im Morast überflüssiger B-Movies. Wirklich nur etwas für Leute, die von Nu Image alles brauchen.